Wespenstich, Bienenstich und Hornissenstich - was tun?

Besonders schmerzhaft sind Stiche von Bienen, Wespen und Hornissen. Was Sie über diese Insekten wissen sollten, um sich vor Stichen zu schützen.


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Sich vor Wespen, Bienen und Co. schützen


Vor Angriffen der Stachelträger bleiben Sie und Ihre Kinder aber in der Regel verschont, wenn Sie folgende Tipps beherzigen.

Stiche von Bienen, Hornissen und Wespen vermeiden
  • 1 / 5
    Ruhe bewahren

    Hektische Bewegungen, etwa wildes Umsichschlagen, vermeiden, denn was als Verteidigung gedacht ist, empfinden die Stachelträger als dreisten Angriff. Ein langsames Handwedeln reicht meist aus, um sie zu vertreiben.

  • 2 / 5
    Typische Insektengebiete meiden

    Meiden Sie die Nähe zu Obstbäumen oder blühenden Pflanzen. Besonders für kleine Entdecker gilt: Keine Äste oder Baumstümpfe bewegen, denn Wespen und Hornissen verbergen dort gern ihre Nester.

  • 3 / 5
    Die richtige Kleidung tragen

    Verzichten Sie auf Farben wie weiß, gelb oder blau und weit flatternde Kleidung; Insekten können sich darin verfangen und in Panik zustechen. Kinder sollten keine Sandalen tragen, wenn sie über Wiesen laufen, denn Bienen naschen gerne an Kleeblüten, Wespen leben im Boden.

  • 4 / 5
    Gerüche vermeiden

    Auch beim Schutz gegen Stachelträger gilt: den Schweiß abwaschen und parfumfreie Produkte verwenden.

  • 5 / 5
    Beim Essen und Trinken aufpassen

    Decken Sie Nahrungsmittel ab und verschließen Sie Flaschen sofort nach Gebrauch. Trinken Sie nie aus Dosen, sonst könnten sie eine Wespe verschlucken. Hilft dies nichts und werden die Tiere zu lästig, stellen Sie überreifes Obst als Wespen-Privatsnack in auf einem Extra-Teller in einiger Entferung bereit.


Im Allgemeinen gilt: Lässt man die Tierchen schön in Ruhe, bleibt man von ihren Angriffen verschont und kann sogar in aller Ruhe ein Familienpicknick am See genießen.

Hornissen- und Bienenstiche


Hornisse

Vor allem Hornissen sind gefürchtet. Kann ihr Gift wirklich töten?


© Thinkstock
Gegen stacheltragende Insekten wie Hornissen und Bienen gibt es eine wirksame Strategie. Die lautet: Nicht Angriff ist die beste Verteidigung, sondern Ruhe bewahren! Denn anders als Mücken stechen sie nur zu, wenn sie sich oder ihren Nachwuchs bedroht fühlen. „Sieben Hornissen töten ein Pferd, drei von ihnen einen Menschen!“ Diese Behauptung gehört, so wie die charmante Süßblut-Behauptung, ins Reich der Legenden. Hornissengift ist nämlich nicht stärker als das einer Biene.

Hausmittel bei Bienenstich und Hornissenstich

Gegen die Schwellung und den Schmerz helfen Zwiebel- und Zitronenscheiben, wenn man sie auf die Einstichstelle legt und mit einer Mullbinde befestigt. Das Ganze kann nach Bedarf mehrmals wiederholt werden. Sie können auch einen Brei aus etwas Essig und Salz mischen und diesen anschließend auf dem Stich verteilen. Nach ungefähr zehn Minuten können Sie die Prozedur wiederholen.
Was tun gegen Wespenstiche?
Weitaus angriffslustiger als die auf Distanz bedachten Bienen und Hornissen sind Wespen - die den Menschen schon mal direkt angreifen, wenn er ihrem Nest oder ihnen selbst zu nahe kommt. Sie sind aber auch so verfressen, dass sie sich gerne selbst als „Mitesser“ beim Grillfest oder an einer Kuchentafel im Freien einladen. Wer ihnen dann das Essen streitig macht, wird kurzerhand durch einen empfindlichen Stich abgestraft.

Wespenstich

Das Mal eines Wespenstichs.


© Thinkstock
Eventuell stecken gebliebene Stachel sollten rasch ausgesaugt oder mit einer Pinzette herausgezogen werden. Die Einstichstelle sofort kühlen, damit sie nicht anschwillt. Wickeln Sie ein in Essigwasser getränktes Tuch um die Einstichstelle. Haben die Tierchen in den Mund, Hals oder die Schleimhäute gestochen, müssen Sie schnell handeln, denn die Schwellung kann zu Atemnot führen. Erste Hilfe: Eiswürfel lutschen und sofort zum Arzt.

Was tun bei Bienenstichen im Mund- oder Rachenraum? Mehr Infos dazu finden Sie im Video: Tipps gegen Bienenstiche


Ausschläge nach Insektenstichen sind ein Alarmsignal
Insektenstiche verlaufen in aller Regel glimpflich, bei drei bis fünf Prozent kann ein Bienen- oder Wespenstich jedoch eine allergische Reaktion auslösen. Neueren Untersuchungen zufolge tragen beispielsweise Heuschnupfenallergiker ein erhöhtes Risiko.

Eine Insektengiftallergie tritt meist nicht spontan auf, sondern kündigt sich mit folgenden Symptomen an, die erst durch wiederholte Stiche an Schwere zunehmen: Juckreiz, Hautausschlag, Gesichtsschwellungen, Übelkeit bis hin zu Atemnot und Schock.

Wenn Sie wissen, dass Ihr Kind eine Insektengiftallergie hat, sollte es auch auf Schulausflügen oder Wochenendtouren eine Notfallapotheke mit schriftlicher Anleitung zum Gebrauch von Antihistaminika-Tabletten, Kortisonpräparaten und Adrenalinspray dabei haben. Erwägen sollten Sie eventuell auch eine Immunisierung gegen das Insektengift. Allergologen haben sehr gute Erfahrungen mit der Wirksamkeit einer sogenannten Hyposensibilisierung gemacht. Dabei wird dem Patienten in allmählich gesteigerter Dosis und in regelmäßigen Abständen eine winzige Menge des Gifts injiziert. So kann sich der Körper nach und nach an die allergieauslösende Substanz gewöhnen.



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