Bindehautentzündung bei Kindern: Symptome und Ursachen

Rote, tränende und juckende Augen können Symptome einer Bindehautentzündung sein, wofür Babys und Kleinkinder leider sehr anfällig sind. Lesen Sie hier, woran Sie eine Bindehautentzündung erkennen, wie sie zu behandeln ist und wie Sie ihr vorbeugen können.


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Bindehaut wird die feine Schleimhaut bezeichnet, die die Innenseiten der Augen und die den vorderen Teil des Augapfels bedeckt. Zu einer Bindehautentzündung (Konjunktivitis) kommt es, wenn diese Schleimhaut durch äußere Einflüsse oder Erreger überreizt wird.
Der Anfang jeder Bindehautentzündung: die Bindehautreizung

Bindehautentzündung beim Kind


© Thinkstock
Kinderaugen reagieren viel schneller und intensiver auf Umwelteinflüsse als das erwachsene Auge. Der Grund: Der natürliche Eigenschutz und das Immunsystem entwickeln sich erst mit dem Wachstum. Deshalb reagiert die Bindehaut auf Einflüsse wie Zugluft, Kälte, grelles Licht und Krankheitserreger häufig sehr empfindlich. Jedes zehnte Baby leidet in den ersten Lebensmonaten deshalb mindestens einmal unter einer Bindehautreizung. Jetzt heißt es handeln, denn schnell entsteht aus dieser Bindehautreizung eine schmerzhafte Bindehautentzündung.

Natürliche Hilfe bei Bindehautreizungen bieten Augentropfen aus rein pflanzlichen Inhaltsstoffen. Gerade bei Säuglingen und Kindern sollte darauf geachtet werden, dass die Präparate keine Konservierungsstoffe enthalten. Die seit Jahrhunderten bewährte Heilpflanze Euphrasia, auf Deutsch nicht umsonst Augentrost genannt, „tröstet“ gereizte und gerötete Kinderaugen. Tipps zur Behandlung einer Bindehautentzündung finden Sie übrigens auf der nächsten Seite.
Daran erkennen Sie eine Bindehautentzündung
Wurde die vorhergehende Reizung nicht bemerkt oder nicht schnell genug behandelt, entwickelt sich aus ihr oft eine Bindehautentzündung. Die typischen Symptome sind:

• gerötete Augen
• brennende, juckende und tränende Augen
• „Fremdkörper-Gefühl“ im Auge (etwas „kratzt“ beim Zwinkern)
• häufiges Reiben der Kinder am und im Auge
• morgens häufig verklebte Lider durch eitriges oder schleimiges Sekret
• geschwollene Lidränder
• eventuell sind die Augen des Kindes sehr lichtempfindlich

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Mögliche Ursachen einer Bindehautentzündung

Potentielle Ursachen für eine Bindehautentzündung gibt es viele. Bei Neugeborenen kann es schon kurz nach der Geburt zur Entzündung kommen, wenn die Mutter mit Bakterien wie Gonokokken oder Chlamydien infiziert ist und diese während der Geburt an das Kind weitergibt. Bei älteren Babys und Kleinkindern können beispielsweise

• Bakterien und Viren,
• physikalische Reize (z.B. Zugluft oder Rauch)
• chemische Reize (z.B. chlorhaltiges Schwimmbad-Wasser)
• ein Fremdkörper im Auge sowie
• eine allergische Reaktion (z.B. bei Heuschnupfen und Hausstauballergie)

eine derartige Reizung der Bindehaut verursachen. Ansteckend ist dabei nur die infektiöse, also durch Bakterien und Viren ausgelöste Bindehautentzündung. Um sicher zu gehen, ob es sich bei Ihrem Kind um eine solche handelt, sollten Sie bei Verdacht auf eine Bindehautentzündung immer einen Arzt aufsuchen. Bei Ansteckungsgefahr sollte Ihr Kind selbstverständlich zu Hause bleiben und nicht in die Kita gehen.

Eine Bindehautentzündung kann übrigens sowohl als eigenständige Krankheit als auch als Begleiterscheinung anderer Krankheiten, wie z.B. bei Masern, auftreten.


➤ Wann Sie mit Ihrem Kind zum Arzt sollten und wie Sie die Bindehautentzündung behandeln und ihr vorbeugen können, erklären wir Ihnen auf der nächsten Seite.




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Kommentare
  • Hannez

    Hallo Community,

    ich hatte das Problem mit der Bindehautentzündung selbst bei zwei meiner Kids. Ich empfehle die Augentropfen nicht immer wieder zu geben! Unsere Kinderärztin meinte damals selbst, dass wir lieber nach der Ursache suchen sollten, als immer nur die Folgen zu behandeln. Mein ältester, Jakob, hatte innerhalb von sechs Monaten drei Bindehautentzündungen und dank Allergietest wussten wir dann auch, dass es an Hausstaub und Milben lag. Interessanterweise habe ich viele junge Eltern im Freundeskreis bei denen es ähnlich aussieht, wobei ich bei der Wiederkehr der Entzündung dann immer wieder die verbesserte Wohnungshygiene empfehle. Und: Es hilft, auch ohne immer wieder zum Arzt zu gehen! Je nach Schwere der Allergie sollte schon täglich gewischt werden, die Bettwäsche muss einmal die Woche bei mindestens 60°C, besser aber bei 90°C gewaschen werden und es gibt eine ganze Reihe weiterer Regeln. Man kann diese einfach googlen, dann wird man schnell fündig. Habe eben selbst einmal geschaut und habe diesen Artikel gefunden, der sehr hilfreich aussieht:

    http://www.matratzenschutz24.de/blog/33-wirkungsvolle-methoden-gegen-hausstaubmilben-2014-07-29-a83006/

    Abraten würde ich allerdings von Punkt 22, dem bösen Milben-Spray. Viele dieser Sprays (habe vier getestet) enthalten üble Chemikalien. Viele Grüße
    Hannes