Hat das Baby eine Chance?

Setzen bei Ihnen vorzeitige Wehen ein und hatten Sie eine Blutung, dann ist schnelles Handeln gefragt: zum Teil können die Ärzte die Wehen stoppen und das Baby retten. Das funktioniert aber nur, wenn der Embry noch lebt. Häufiger stößt der Körper ihn vollständig zusammen mit der Plazenta ab.


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Wissen Sie, dass Sie schwanger sind, dann kontrolliert der Frauenarzt bei Ihrer ersten Vorsorgeuntersuchung auch ihren Blutspiegel. Dabei kann er unter anderem auch feststellen, ob Ihr Hormonhaushalt sich an die Schwangerschaft angepasst hat. Fehlt Ihnen auf Grund von zu viel Stress das wichtige Hormon Progesteron, kann der Arzt Ihnen zusätzliche Schwangerschaftshormone verschreiben. Diese Therapie schlägt auch Stressforscherin Arck vor und wünscht sich, in Zusammenarbeit mit den Frauenärzten möglichst viele Frauen zu identifizieren, denen die Gabe von Gelbkörperhormon hilft, erfolgreich schwanger zu sein und eine Fehlgeburt zu vermeiden.

Außerdem sollten Sie spätestens das als Anlass nehmen, Ihre Lebensgewohnheiten zu überdenken. Versuchen Sie herauszufinden, was für Sie die größten Stressfaktoren sind und umgehen Sie. Sorgen Sie auch für genügend Ausgleich und tuen Dinge, die Ihnen Spaß und Entspannung bringen: egal ob Sport, Yoga oder einfach nur eine Tasse Kaffee mit der besten Freundin. Das alles ist aber eher Profilaxe, um einer Fehlgeburt frühzeitig vorzubeugen.


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In der Schwangerschaft können Komplikationen auftreten, die einen zum Liegen zwingen. Welche das sind und wie man sich richtig verhält.


Haben bei Ihnen vorzeitige Wehen eingesetzt und haben Sie auch eine Blutung, ist schnelles Handeln gefragt. Denn bei einer solchen drohenden Fehlgeburt muss das nicht immer bedeuten, dass Sie ihr Kind auch verlieren. Der Arzt kontrolliert mit dem Ultraschall, ob das Herz des Embryos noch schlägt, also ob er noch lebt. In diesem Fall versuchen die Ärzte die Schwangerschaft auf jeden Fall zu halten. Sie bekommen Medikamente, die die Wehentätigkeit unterdrücken und müssen strikte Bettruhe halten.

Muss der Arzt jedoch feststellen, dass der Embryo bereits tot ist, zielt die Therapie darauf ab, die Fehlgeburt möglichst schnell zu einem Abschluss zu bringen, um Komplikationen für die Mutter zu vermeiden. Sie bekommen zunächst wehenfördernde Mittel. Danach wird die Gebärmutter ausgeschabt. Es gibt jedoch auch den Fall, dass Fötus und Plazenta bereits selbst vollständig vom Körper abgestoßen werden. Dafür ist keine gesonderte Nachbehandlung nötig.

Nach sechs bis zwölf Wochen hat sich der Körper der Frau wieder soweit regeneriert, dass der Zyklus normal weiterläuft. Aus medizinischer Sicht gibt es also keinen Grund, nicht wieder schwanger zu werden. Allerdings wird geraten, dass Paare mindestens drei Monate warten, bevor Sie einen erneuten Versuch starten. Denn auch die emotionalen Wunden müssen erst vollständig heilen. Sie sind meist immer tiefer als die körperlichen. Trauern Sie also eine Weile um das Kind, das Sie verloren haben. Aber vergessen Sie nicht nach vorne zu schauen. Und diese Zahl macht es vielleicht einfacher: 98 Prozent aller Frauen konnten nach einer Fehlgeburt problemlos schwanger werden und ein gesundes Kind zur Welt bringen.

> Gemeinsam verkraftet man den Verlust eines Kindes besser und wirklich verstehen können einen dann die Frauen, die dasselbe erlebt haben. Schauen Sie doch in unserem Sternenkind-Forum vorbei!