Foreo ISSA im Test: familie.de testet die neuartige Zahnbürste

Sie ist hübsch, sie ist weich und sie sieht so gar nicht aus wie eine Zahnbürste. Trotzdem soll die Foreo ISSA™ die Innovation schlechthin in Sachen Zahnpflege sein. Wir haben die neuartige Zahnbürste für Sie getestet.


(0)

Melden Sie sich in unserer Community an, um Beiträge zu Ihren Favoriten hinzuzufügen.

Jetzt anmelden

Eine Zahnbürste?!


„Was ist das denn?“ fragen die irritierten Kolleginnen, als ich das Paket mit der Foreo ISSA™ auspacke. Dass es sich bei dem futuristisch anmutenden Gerät um eine Zahnbürste handelt, glauben sie erst nicht. Und ich irgendwie auch nicht. Denn sind wir mal ehrlich, so sieht doch keine Zahnbürste aus!? Die ISSA hat einen schön geschwungenen Körper, mit etwas dickerem Bauch, schlankem Hals und im Vergleich dazu einen relativ großen Bürstenkopf. Aber das was die ISSA so richtig von anderen Zahnbürsten unterscheidet, sind die weichen Silikon-Borsten, die die Zähne und das Zahnfleisch besonders sanft reinigen sollen.

Foreo ISSA™ und ISSA™ mini

Foreo ISSA™ für Erwachsene und ISSA™ mini für Kinder mit Smiley-Funktion


© Foreo
Warum Borsten aus Silikon?

Dafür nennt der Hersteller verschiedene Gründe. Zum einen ist das Silikon besonders hygienisch. Foreo verspricht, dass sich auf der ISSA bis zu 10.000 weniger Bakterien wie Hefe- und Schimmelpilze ansammeln als bei Zahnbürsten mit Nylonborsten. Zudem arbeiten die Silikon-Borsten nicht-abrasiv, d.h. sie schleifen die Zähne nicht sauber sondern entfernen die Zahnbelege durch sanfte Reibung. Dieser Effekt wird noch unterstützt durch Pulsationen der Zahnbürste. Das schont den natürlichen Zahnschmelz und leichzeitig wird das Zahnfleisch schonend massiert. Verletzungen oder Reizungen des Zahnfleischs durch zu viel Druck beim Putzen sind bei den weichen Borsten praktisch unmöglich. Zuletzt haben die Silikon-Borsten auch einen Vorteil in ihrer Langlebigkeit gegenüber ihren Nylon-Kollegen: Die Silikon-Borsten werden nicht porös und der Bürstenkopf muss nur einmal im Jahr durch einen neuen ersetzt werden. 
Klingt gut – und wie putzt es sich damit?
Darauf war ich auch gespannt. Die ISSA liegt erstmal gut in der Hand. Sie ist ziemlich leicht und durch den Silikonmantel sehr griffig. Wie schon gesagt ist der Bürstenkopf aber sehr groß und er fühlt sich im Mund im ersten Moment recht komisch an. Schaltet man dann auch noch die Pulsationen dazu, wird’s echt merkwürdig. Beginnt man aber mit dem Zähneputzen – übrigens nach dem gewohnten KAI-Schema –  gewöhnt man sich recht schnell daran. Das Putzgefühl ist und bleibt aber ein ganz anderes als mit allen anderen Zahnbürsten, die ich kenne. Die Borsten sind wirklich sehr weich und fühlbar schonend zum Zahnfleisch. So schonend, dass ich mich ehrlich gesagt frage, ob sie die Zähne überhaupt richtig sauber bekommen. Aber siehe da, nach zwei Minuten putzen (worauf die Zahnbürste durch Licht und Vibration hinweist) sehen die Zähne nicht nur sauber aus sondern fühlen sich auch sehr glatt an. Ich kann rein optisch und vom Gefühl her keinen Unterschied im Vergleich zu meiner Hand- und elektrischen Zahnbürste feststellen.

Foreo ISSA Bürstenkopf

Bürstenkopf der Foreo ISSA mit den besonderen Silikon-Borsten


© Foreo
Das einzige, was mich noch skeptisch macht, ist die Frage, ob die dicken Silikon-Borsten überhaupt die Zahnzwischenräume und den Grund aller Zahnfurchen erreichen. Schließlich ist das ja auch Qualitätsmerkmal einer Zahnbürste und andere Zahnbürsten-Hersteller werben ausdrücklich damit. Also habe ich einfach mal beim Hersteller nachgefragt. Zur Antwort bekam ich, dass verschiedene Studien zeigen, dass die ISSA gleichwertige Putzergebnisse liefert, wie andere elektrische Zahnbürsten auf dem Markt. Dennoch empfiehlt der Hersteller zusätzlich nach dem Putzen die Verwendung von Zahnseide, was jedoch auch bei den „normalen“ Zahnbürsten und von Zahnärzten allgemein empfohlen wird. Also offenbar alles gut – der nächste Zahnarzttermin wird es zeigen.

Die Foreo wird übrigens per USB aufgeladen, d.h. sie braucht keine extra Ladestation, was ich bei kleinem Badezimmer mit wenig Abstellfläche besonders praktisch finde. Die Ladezeit beträgt nur eine Stunde und jetzt kommt’s: damit soll man 365 Mal (2 x pro Tag, d.h. ein halbes Jahr lang) putzen können, ohne dass der Akku neu geladen werden muss! Wahnsinn. Ich teste die ISSA jetzt seit etwa zwei Monaten und bisher schwächelt der Akku wie versprochen nicht.
Mein Fazit
Ungewohnt, aber beeindruckend, so würde ich das Putzerlebnis und -ergebnis mit der Foreo ISSA bezeichnen. Zugegeben, einen kleinen Rest an Skepsis, was die Reinigung angeht, habe ich noch und ich warte gespannt auf das Urteil meines Zahnarztes, mit dem ich meinen Testbericht dann ergänzen werde. Ansonsten bin ich recht angetan von der ISSA. Nicht nur, dass sie echt hübsch ist (das Auge putzt mit, oder so ähnlich), sondern sie ist auch echt praktisch in der Handhabung und sehr sanft zum Zahnfleisch. Damit eignet sie sich sicher gut für Menschen, mit empfindlichem Zahnfleisch, wie zum Beispiel auch Schwangere.

 Das könnte Sie interessieren: Die richtige Zahnpflege in der Schwangerschaft

In der Schwangerschaft sind Zahnfleisch und Zähne sehr empfindlich. Deshalb ist gründliche Pflege wichtig. So geht's.



Produkt Zahnbürste Foreo ISSA
Handhabung
Design
Putzergebnis
Preis
Gesamtwertung 4
Fazit

Einfache Handhabung, schickes Design und das Wichtigste: ein zufriedenstellendes Putzergebnis. Da der Bürstenkopf nur einmal im Jahr gewechselt werden muss, halten sich die laufenden Kosten auch in Grenzen.  Die Bürste selbst ist mit 169 Euro jedoch noch recht teuer.

(erhältlich über www.foreo.com)






mehr zum Thema
Körperpflege Testberichte
Artikel kommentieren
Login