Grippeimpfung in der Schwangerschaft

Die Grippesaison steht vor der Tür. Wenn Sie schwanger sind, stellen Sie sich jetzt bestimmt die Frage: Soll ich mich impfen lassen? Warum die Antwort eindeutig ja lautet, warum Ihr Baby nicht gefährdet ist und was Sie bei der Grippeimpfung beachten sollten.


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Warum impfen – eine Grippe ist doch nicht schlimm, oder?



Impfungen in der Schwangeschaft


© Thinkstock
Diese Aussage stimmt so nicht. Denn eine echte Grippe (Influenza) ist im Gegensatz zu einem harmlosen grippalen Infekt eine ernst zu nehmende Erkrankung, mit einem hohen Komplikationsrisiko wie zum Beispiel eine Muskel-, Herz- oder Gehirnentzündung. Bei der echten Grippe treten die Symptome (Fieber, Gliederschmerzen, Kopfschmerzen, Schwäche, Abgeschlagenheit) von einem Tag auf den anderen auf. Bis zur völligen Genesung kann es mehrere Wochen dauern, zusätzlich besteht das Risiko einer bakteriellen Infektion, da der Körper durch den Grippevirus geschwächt ist. Behandeln kann man die echte Grippe nur im Anfangsstadium mit antiviralen Medikamenten. Später muss der Organismus selbst mit der Infektion fertig werden.

Schwangere sind durch die allgemeine Belastung des Körpers und des Immunsystems viel anfälliger für eine Grippeinfektion. Zudem: Wenn sich eine Schwangere mit dem Influenza-Virus angesteckt hat, besteht zusätzlich ein erheblich größeres Komplikationsrisiko. Das ungeborene Baby kann sich zwar nicht mit der Grippe anstecken, aber eine schwere Erkrankung der werdenen Mutter ist per se immer gefährlich für das Kind.

Ausführliche Informationen zur Grippe-Erkrankung finden Sie in unserem FAQ: 

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Kann die Grippeimpfung meinem Baby schaden?

Nein.
Bei der Grippeimpfung werden nur Totimpfstoffe verwendet, das heißt, es werden keine lebenden Influenza-Viren injiziert, die eine Erkrankung auslösen können. Die Impfung hat sogar den Vorteil, dass sie das Baby nach der Geburt in den ersten Monaten vor einer Grippeinfektion schützen kann. 
Wann ist der beste Zeitpunkt für die Grippeimpfung?
Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt seit 2010 allen gesunden Schwangeren, sich ab der 13. SSW gegen die Grippe impfen zu lassen. Bestehen zusätzliche Erkrankungen wie Diabetes, neurologische Krankheiten oder Herz-Kreislauf-Probleme, wird auch schon vorher zur Impfung geraten.

Was viele nicht wissen:
Die Krankenkassen zahlen in der Regel nur den Dreifachimpfstoff, der zwei Subtypen des Influenza-A-Virus und nur eine Linie des Virusstamms B enthält. Vierfach-Impfstoffe sind aber auch in Deutschland zugelassen, auch wenn kaum ein Arzt verwendet sie verwendet - es scheitert an den Kosten. Diese sind beim Vierfachimpfstoff doppelt so hoch (ca. 20 Euro). "B-Viren verursachen etwa 30 Prozent der Krankheitslast durch die Influenza", so der der Direktor des JenaerInstituts für Virologie und antivirale Therapie, Andreas Sauerbrei im Tagesspiegel. Und ist damit ein besserer Schutz vor der Grippe.

Am besten ist es, sich ausführlich vom Hausarzt oder Frauenarzt beraten zu lassen. Auch in Bezug auf die Entscheidung zwischen Dreifach- oder Vierfach-Impfstoff. Möchten Sie vollständigeren Schutz der Vierfach-Impfung, so müssen Sie gegebenfalls zuzahlen - je nach dem, ob Sie gesetzlich oder privat versichert sind. Entscheiden Sie gemeinsam mit Ihrem Arzt, er kennt Sie am besten und kann bei Bedarf auch Nebenwirkungen behandeln.

Wie bei jeder Impfung kann es zu leichtem Fieber, Reizung der Injektionsstelle und allgemeinem Krankheitsgefühl kommen. Normalerweise verschwinden die Symptome innerhalb weniger Tage. Und keine Bange: Ihr Baby ist nicht gefährdet.

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