Homöopathie für Babys

Viele Wehwehchen beim Baby können Sie mit Homöopathie selbst behandeln. Hier finden Sie zahlreiche Tipps rund um die Homöopathie fürs Baby. Aber: Im Zweifel oder bei Notfällen sollten sie immer zum Arzt gehen!


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Homö0pathie für Babys


© Thinkstock
Schmerzmittel? Fieberzäpfchen? Sanfte Heilung verspricht die Homöopathie und ist damit in vielen Fällen eine Alternative zur Schulmedizin. Gerade bei akuten Erkrankungen wie Fieber, Durchfall oder Ohrenschmerzen bietet die Heilmethode effektive Hilfe. Ihre Vorteile: Sie ist einfach anzuwenden, der kleine Körper wird nicht unnötig mit Chemie belastet.

Und: Vor allem Kinder und Babys sprechen gut auf die therapeutischen Reize homöopathisch aufbereiteter Wirkstoffe an. Das Entscheidende ist: Homöopathie aktiviert die Selbstheilungskräfte des kindlichen Körpers und unterstützt so das im Aufbau befindliche Immunsystem. Wie das funktioniert? Ganz einfach. 

Was ist Homöopathie und wie funktioniert sie?


Die Kernthese des Homöopathie-Erfinders Samuel Hahnemann lautet: Ähnliches hilft! Damit unterscheidet sich sein Konzept grundlegend von der Schulmedizin, die stets das Gegenmittel sucht. Ein Beispiel: Wirkstoffe der Küchenzwiebel (Allium cepa) rufen bei Gesunden eine laufende Nase und tränende rote Augen hervor. In der Homöopathie wird die Zwiebel als Wirkstoff eingesetzt, um Schnupfen zu bekämpfen, der vergleichbare Symptome hat. Grundlage dieser sanften Medizin ist die individuelle Behandlung. Anders als die Schulmedizin orientiert sich die Homöopathie nicht nur am Befund, sondern auch am Befinden des Patienten. Denn: Schnupfen ist nicht gleich Schnupfen, er kann sich schleimig, flüssig, gelb oder grünlich äußern. Vor der Mittelgabe werden deshalb Symptome und Allgemeinbefinden überprüft. Das ist gar nicht so schwer. Deshalb können Eltern, die ihr Baby genau beobachten, viele Erkrankungen ihres Babys in Eigenregie zu Hause therapieren. Im Zweifel oder bei Notfällen sollten sie aber immer zum Arzt gehen!

Wie finde ich die Diagnose?
Die genaue Beobachtung aller Krankheitsanzeichen bei Ihrem Baby hilft dabei, das passende Mittel zur Diagnose zu finden:

1. Wo genau tut es weh?
2. Wann sind die Beschwerden aufgetreten (Uhr-/Tageszeit)?
3. Wann und wodurch werden sie besser oder schlimmer?
4. Wie ist die gesamte Verfassung des Kindes?
5. Wie ist seine Stimmungslage?
6. Wie ausgeprägt sind Hunger, Durst und Schlafbedürfnis?
7. Fällt Ihnen außerdem etwas Ungewöhnliches auf?
Die richtige Globuli-Dosis
Blähungen, Blessuren, Bauchweh - die Homöopathie kennt dagegen viele wirksame Mittel. Die Faustregel für die Behandlung alltäglicher Wehwehchen lautet: Bei akuten Symptomen und am ersten Krankheitstag gibt man Babys und Kleinkindern stündlich - je nach Zustand - 3 bis 5 Globuli in der Potenz D6 (außer wenn im Folgenden anders angegeben). Danach wird die Dosis auf 2- bis 4-mal täglich reduziert. Sollten die Beschwerden sich kurzfristig verstärken, kann das ein Zeichen dafür sein, dass die Arznei anschlägt. Wer sich nicht sicher ist, sollte zum Arzt gehen, besonders, wenn sich der Allgemeinzustand des Kindes verschlechtert oder Fieber rasch ansteigt. Wer mehr über Homöopathie wissen möchte, sollte sich an einen homöopathisch behandelnden Kinderarzt oder Heilpraktiker wenden.
Was hat es mit den Potenzen auf sich?
Das Prinzip „viel hilft viel“ gilt in der Homöopathie nicht. Die alternative Heilmethode setzt auf die Formel „weniger ist mehr“. Deshalb werden die tierischen, pflanzlichen und mineralischen Ausgangssubstanzen der Mittel auf spezielle Weise verdünnt, geschüttelt und so mit Heilenergie aufgeladen, kurz potenziert. So funktioniert's: Die sogenannte Ursubstanz wird mit einem Wasser-Alkohol-Gemisch verdünnt oder aber mit Milchzucker verrieben. Eine Mischung von 1:10 nennt man D-Potenz (lat. decem), 1:100 heißt C-Potenz (centum). Wie häufig ein Mittel potenziert wurde, sagt die Zahl neben dem Buchstaben (z.B. D6). Grundsatz: Je höher die Potenzierung, desto wirksamer die Mischung.

Baby-Homöopathie - allgemeine Tipps
  • 1 / 6
    Was kostet Homöopathie?

    Private Krankenkassen zahlen die Behandlung und Arznei zu unterschiedlichen Sätzen. Auch viele gesetzliche Kassen tragen die Kosten der Behandlung, für Kinder bis 12 Jahre sogar die Arzneimittel. Oft allerdings nur, wenn Sie zu einem Arzt statt einem Heilpraktiker gehen. Fragen Sie nach! 

  • 2 / 6
    Globuli nicht anfassen?

    Dass man Globuli nicht in die Hand nehmen soll, ist nach Expertenaussage nur ein hartnäckiger Mythos. Fassen Sie die Kügelchen ruhig an.

  • 3 / 6
    Hier wirken Globuli

    Legen Sie dem Baby die Globuli am besten in die Backentaschen oder unter die Zunge. Alternative: Einfach auf den feuchten Schnuller geben.

  • 4 / 6
    10-Minuten-Regel

    Die Stoffe wirken über die Mundschleimhaut. Damit diese nicht durch andere Reize abgelenkt wird, nach dem Essen mit der Globuli-Gabe zehn Minuten warten!

  • 5 / 6
    Welche Zahnpasta?

    Hat Ihr Kind bereits Zähne, nehmen Sie mentholfreie Zahnpasta (Apotheke, Drogerie). Auch Pfefferminze hat eine reizende Wirkung, die die Heilkraft homöopathischer Wirkstoffe überlagern kann.

  • 6 / 6
    Globuli nie von Metalllöffeln nehmen?

    Diese Warnung ist so nicht mehr gültig. Vor 200 Jahren bestanden Löffel häufig aus Zinn. Man fürchtete, die Wirkung homöopathischer Arzneien könne durch den Kontakt mit dem Metall verändert werden. Heute weiß man: Nicht jedes Metall hat einen Negativeffekt. Trotzdem gilt: Greifen Sie lieber zum Plastiklöffel statt zu Silberbesteck.



Den richtigen Homöopathen finden
Sie möchten Ihr Baby umfassend homöopathisch behandeln lassen? Dann sollten Sie wissen: Der Begriff „Homöopath“ ist nicht geschützt, im Prinzip kann sich jeder so nennen. Verlass ist lediglich bei Heilpraktikern oder Ärzten mit entsprechender Zusatzbezeichnung. Ein guter Homöopath zeigt Geduld, nimmt sich Zeit und arbeitet im Zweifelsfall mit anderen Medizinern zusammen. Befund und Befinden sind wichtig! Er fragt nicht nur nach der aktuellen Krankheit, auch nach Dingen wie: Wie schläft ihr Kind? Ist es ängstlich?




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Kommentare
  • catirabella

    Guten Abend, ich selbst habe 2 Mädchen im Alter von 2 und 3, mir wurde gesagt dass Bachblüten super gegen Blähungen für Kleinkinder sind. Welche Erfahrungen habt ihr damit? Ich habe Globuli probiert, hat aber nichts gebracht. Nun habe ich gesehen, dass es ein Portal ( https://www.bach-blueten-portal.de/ ) gibt, die unheimlich viele davon anbieten, evtl könntet ihr mir ja sagen, was ideal wäre.

    Vielen Dank.
    Lg,
    Maria