Die HPV-Impfung - was dafür spricht

Seit die HPV-Impfung 2007 von der Ständigen Impfkommission des Robert-Koch-Instituts (STIKO) für junge Mädchen empfohlen wurde, gibt es auch die Kritik an dieser Form der Vorsorge gegen Gebärmutterhalskrebs. Sie überlegen Ihre Tochter impfen zu lassen? Lesen Sie hier, was Sie über die HPV-Impfung wissen müssen.


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*** Update: Die Ständige Impf­kommis­sion (STIKO) hat die Alters­grenze für die HPV-Impfung gesenkt. Ab jetzt sollen Mädchen zwischen neun und 14 Jahren geimpft werden, statt wie bisher zwischen zwölf und 17 Jahren. Das diene dazu, die Effektivität der HPV-Impfung zu erhöhen, so die Begründung der STIKO. Für einen optimalen Schutz sollten die drei empfohlenen Impfungen noch vor dem ersten Geschlechtsverkehr stattgefunden haben. Derzeit sei aber davon auszugehen, dass ein Großteil der bisher geimpften Mädchen schon Sex hatte, bevor der Impfschutz komplett war. Das Risiko einer Ansteckung ist in solchen Fällen auch trotz einer Impfung noch gegeben. Um dem entgegenzuwirken soll das Mindestalter herabgesetzt und der Impfzeitraum damit vergrößert werden. Jüngere Mädchen könnten die Spritzen dann auch bei den kinder­ärzt­lichen Vorsorgeunter­suchungen U 11 und J 1 erhalten. ***

Was sind HP-Viren und wie können sie Krebs verursachen?



Mädchen wird geimpft

Impfung gegen HPV - Ja oder Nein?


© Thinkstock
Die Humanen Papillomviren, kurz HPV, sind Erreger, die fast jeder Mensch in sich trägt. Sie werden meist durch Sexualkontakte übertragen. Sie können Haut und Schleimhäute befallen und harmlose, aber unangenehme Warzen im Genitalbereich verursachen. In den häufigsten Fällen allerdings lösen diese Viren gar keine Symptome aus. Fast 70 Prozent aller sexuell aktiven Frauen infizieren sich einmal im Leben mit HP-Viren, in 90 Prozent aller Infektionen werden die Viren aber vom körpereigenen Immunsystem wieder ausgelöscht. Es gibt über 100 verschiedene Typen von Humanen Papillomviren, etwa 40 davon befallen den Genitalbereich.

Vier dieser Virentypen mit den Bezeichnungen 16, 18, 31 und 45 gelten als die sogenannten Hochrisikotypen, da sie als eine der Hauptursachen für die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs verantwortlich sein können. Damit aus einer Infektion mit den Hochrisikotypen von HPV überhaupt Krebs entstehen kann, müssen einige weitere Bedingungen erfüllt werden. Beispielsweise müsste der Virus über längere Zeit im Körper verbleiben und damit eine ständige Infektion am Gebärmutterhals auslösen. Da aber das Immunsystem in den allermeisten Fällen erfolgreich eingreift, bleiben die Viren nicht lange genug im Körper, um wirklichen Schaden anzurichten.

Eine HPV-Infektion muss über Monate oder Jahre bestehen, damit davon eine Gefahr ausgeht. Dann können am Gebärmutterhals Zellveränderungen entstehen, die auch wiederum erst nach Jahren oder Monaten tatsächlich zu Krebs werden. Durch den jährlichen PAP-Test beim Frauenarzt können solche Zellveränderungen rechtzeitig erkannt und beobachtet oder beseitigt werden. Selbst bei einer auffälligen Zellveränderung bilden sich diese bei einem Großteil der Frauen von allein zurück.
Warum sollen junge Mädchen gegen HPV geimpft werden?
Da HP-Viren hauptsächlich durch Geschlechtsverkehr übertragen werden, empfiehlt die Ständige Impfkommission eine Impfung im Alter zwischen zwölf und 17 Jahren, also vor dem ersten Sexualkontakt. Im Jahr 2014 wurde das Alter soagr auf neun bis 14 Jahren herabgesetzt. Damit wolle man sicher gehen, dass der Impfschutz aktiv ist, wenn Mädchen das erste Mal Sex haben.


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Für Jugendliche gibt es zwei Vorsorgeuntersuchungen: Die J1 findet zwischen 12 und 14 Jahren statt, die J2 zwischen 16 und 17.


In Deutschland gibt es derzeit zwei zugelassene Impfstoffe, Gardasil und Cervarix. Die Impfung wird in drei Dosen im Abstand von insgesamt sechs Monaten verabreicht. Der Impfstoff (bis 17 Jahr übernimmt die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten) immunisiert sowohl gegen die "harmlosen" HPV-Typen 6 und 11, die Genitalwarzen verursachen können, als auch gegen die HPV-Hochrisikotypen 16 und 18. Wie lange die Wirkung allerdings tatsächlich anhält, ist noch nicht bekannt. Bisherige Studien belegen eine über fünf Jahre andauernde Immunität. Ob danach eine Auffrischungsimpfung nötig ist, ist noch nicht geklärt.

von Evelyn Hosse




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