Infektionen in der Schwangerschaft: was für das Baby gefährlich ist

Keine Panik vor Infektionen in der Schwangerschaft. Nicht jede Krankheit kann Ihrem Baby schaden. Lesen Sie hier, wann es gefährlich wird.


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So sehr Sie sich bemühen Ihr Ungeborenes zu schützen, gegen manches sind Sie einfach machtlos. Infektionen in der Schwangerschaft können jede Schwangere treffen. Das Wichtigste zuerst: Nur die wenigsten Infektionen sind für das Baby lebensbedrohlich. Und gegen viele Infektionen können Sie gut vorbeugen. Hier kommt ein Überblick über die bekanntesten Infektionen in der Schwangerschaft.

Schwangere mit Krankheit


© iStock
Grundsätzlich kann zwischen zwei Arten von Infektionen unterschieden werden:

- Infektionen, die durch Bakterien verursacht werden und
- Infektionen, die durch Viren verursacht werden.

In der Regel sind bakterielle Erkrankungen für Mutter und Kind harmloser, da sie sehr gut mit Antibiotika behandelt werden können. Außerdem steckt sich das Baby mit dieser Art von Infektionen meist erst während oder nach der Geburt an: zum Beispiel mit B-Streptokokken. Wird eine bakterielle Infektion also frühzeitig erkannt, kann diese schon während der Schwangerschaft behandelt werden und das Baby ist somit vor einer Ansteckung geschützt. Infektionen, die durch Viren verursacht werden, haben oft einen schwereren Krankheitsverlauf. Doch auch hier gilt: Sie können vorbeugen. Und zwar mit der richtigen Impfung. Besonders gefährlich für das Ungeborene sind zum Beispiel Röteln oder Windpocken. Die meisten erwachsenen Frauen haben diese typischen Kinderkrankheiten bereits durchgemacht und sind gegen die Viren immun. Sind Sie sich nicht sicher, kann der Arzt das auch mit einem Test überprüfen. Wünschen Sie sich ein Kind, sollten Sie auf jeden Fall regelmäßig Ihren Impfstatuts überprüfen und wenn nötig auffrischen lassen. So entsteht für Sie und das Kind kein unnötiges Risiko in der Schwangerschaft.

Lästig für die Mutter ➜ für das Baby meist ungefährlich


ABER: Bei schwerem Krankheitsverlauf erhöhtes Risiko für Fehl- und Frühgeburten


➤ Nur die wenigsten Infektionen in der Schwangerschaft sind für das Baby lebensbedrohlich. Dazu zählt auch die Grippe (Viren). Das soll nicht heißen, dass die Grippe eine absolut harmlose Krankheit ist. Wenn sich eine Schwangere mit dem Influenza-Virus angesteckt hat, besteht durchaus ein größeres Komplikationsrisiko. Denn eine schwere Erkrankung der werdenden Mutter ist per se immer gefährlich für das Kind. Doch mit dem Virus anstecken kann sich das Ungeborene nicht. Die Gefahr besteht eher darin, dass die Grippe den Körper der Mutter zu sehr schwächt und damit die Entwicklung des Babys stört. Vor allem hohes Fieber ist für Mutter und Kind gefährlich. Vor einer Ansteckung können Sie sich aber gut schützen: Lassen Sie sich impfen. Die Impfung kann weder Ihnen noch dem Kind schaden.

Vorbeugen:  • Impfung
                    • für ein starkes Immunsystem sorgen

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➤ Leider sind Frauen in der Schwangerschaft besonders anfällig für eine Blasen- oder Harnwegsentzündung (Bakterien). Schuld daran sind ein weiteres Mal die Hormone. In der Schwangerschaft sind die Harnwege geweitet und Bakterien können so noch leichter in die Blase eindringen. Etwa jede fünfte Frau bekommt im Verlauf ihrer Schwangerschaft eine Blasenentzündung. Dann ist schnelles Handeln gefragt, machen Sie einen Termin beim Frauenarzt. Denn ohne die richtige Therapie kann sich aus der Blasenentzündung eine Nierenbeckenentzündung entwickeln. Außerdem steigt das Risiko für eine Früh- oder sogar eine Fehlgeburt. Nehmen Sie die Anzeichen also ernst.

Vorbeugen:  • Intim-Hygiene
                    • Sex mit Kondom
                    • viel Trinken und regelmäßig auf Toilette gehen

Eine Reihe von Infektionskrankheiten sind während der Schwangerschaft für das Baby ungefährlich. Doch hat sich die Mutter mit den Bakterien oder Viren angesteckt, kann sie diese bei der Geburt auf das Baby übertragen. Lesen Sie auf der nächsten Seite, für welche Infektionen in der Schwangerschaft bei der Entbindung eine akute Ansteckungsgefahr für das Neugeborenen besteht.






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