Kopfschmerzen und Migräne in der Schwangerschaft

Häufiger Begleiter in der Schwangerschaft: Kopfschmerzen. Allermeist ist der dröhnende Kopf zwar äußerst lästig - zum Glück aber völlig harmlos. Hausmittel, die helfen und Medikamente, die Sie auch in der Schwangerschaft nehmen dürfen.


(0)

Melden Sie sich in unserer Community an, um Beiträge zu Ihren Favoriten hinzuzufügen.

Jetzt anmelden
Müdigkeit und Übelkeit - eigentlich würden diese beiden Übel in den ersten Wochen mit Baby im Bauch schon reichen! Häufig klagen Schwangere im ersten Drittel ihrer Schwangerschaft aber auch über Kopfschmerzen. Mediziner vermuten, dass der Grund dafür die Hormon- und Kreislaufumstellung ist: Plötzlich muss ein kleines Menschlein mitversorgt werden, der Körper muss deutlich mehr leisten als zuvor. Diese vermehrte Anstrengung kann sich in Kopfschmerzen äußern. Die gute Nachricht lautet aber: Nach den ersten drei Wochen werden die Beschwerden häufig deutlich besser oder sind sogar ganz weg.

Kopfschmerzen in der Schwangerschaft


© Thinkstock

Wenn Sie schon vor der Schwangerschaft unter Kopfschmerzen gelitten haben, heißt das nicht, dass das auch während der Schwangerschaft so bleiben muss. Teilweise sind die Beschwerden während der Babybauchzeit besser, teilweise auch aber stärker. Woher der Schmerz im Kopf kommt, kann ganz unterschiedliche Ursachen haben:
➤ Hormonelle Umstellung
➤ Müdigkeit
➤ Stress
➤ Zu niedriger Blutzuckerspiegel

Grundsätzlich der beste Weg ist, den Schmerzen erst mal mit Hausmitteln und kleinen Verhaltensänderungen zu Leibe zu rücken – erst recht natürlich, wenn Sie schwanger sind. Je weniger Medikamente Sie während der Schwangerschaft schlucken, umso besser! 
Aber: Auch in der Schwangerschaft dürfen Sie Schmerzmittel einnehmen (siehe unsere Empfehlung unten) – aber vielleicht schaffen Sie es ja auch ohne. Einen Versuch ist es wert! Was Ihnen dabei hilft:

Hausmittel und alternative Heilmittel bei Kopfschmerzen in der Schwangerschaft
  • 1 / 9

    Führen Sie Tagebuch über Ihre Kopfschmerzen: Wann treten sie auf? Wie haben Sie den Tag verbracht? Haben Sie wenig geschlafen, viel Stress gehabt oder den ganzen Tag im stickigen Büro gesessen? Spielen Sie Detektiv und spüren Sie den Auslöser auf.

  • 2 / 9

    Viel frische Luft!

  • 3 / 9

    Viel trinken!

  • 4 / 9

    Bewegung hilft vorbeugend!

  • 5 / 9

    Achten Sie auf regelmäßigen Schlaf! Übrigens: Nicht nur zu wenig, auch zu viel Schlaf kann für einen schmerzenden Kopf verantwortlich sein.

  • 6 / 9

    Entspannen! Von Yoga über Autogenes Training bis Massagen – probieren Sie aus, was Ihnen am besten hilft.

  • 7 / 9

    Regelmäßige Mahlzeiten und kleines Snacks helfen, dass der Blutzuckerspiegel nicht zu stark abfällt.

  • 8 / 9

    Kalte Kompressen für die Stirn und/oder den Nacken.

  • 9 / 9

    Eine sanfte Massage von Stirn und Nacken mit Pfefferminzöl.



Welche Medikamente dürfen Schwangere gegen Kopfschmerzen einnehmen?

Wenn all unsere guten Tipps gar nicht helfen wollen, dürfen Sie in Ausnahmefällen eine Schmerztablette nehmen. Diese Schmerzmittel sind auch während der Schwangerschaft erlaubt, aber bitte niemals als Dauermedikation, sondern nur in Ausnahmefällen:
Paracetamol: Während der gesamten Schwangerschaft
Ibuprofen: bis zur 28. Schwangerschaftswoche
Acetylsalicylsäure (=Aspirin): Gilt als Schmerzmittel zweiter Wahl, kann in niedriger Dosierung während der gesamten Schwangerschaft eingenommen werden.

Quelle: www.embryotox.de 


 Das könnte Sie interessieren: Paracetamol in der Schwangerschaft

Aktuelle Studien schüren die Versunsicherung bei Schwangeren. Doch ein kritischer Blick lohnt sich.


Migräne in der Schwangerschaft

Endlich mal eine gute Nachricht! Drei Viertel der Frauen, die unter Migräne leiden, haben, während das Baby in ihrem Bauch heranwächst, keine Beschwerden. Aber nicht zu früh freuen: Nach der Geburt, wenn der Zyklus sich langsam wieder einspielt, kommen die Migräne-Schmerzen auch wieder zurück…
Wenn Sie während der Schwangerschaft unter Migräneattacken leiden, sollten Sie in jedem Fall Ihren Arzt um Rat fragen, denn die meisten Medikamente dürfen in der Schwangerschaft - vor allem in den ersten drei Monaten - nicht eingenommen werden. Ruhe, Entspannung, Akupunktur und Massagen können aber durchaus auch bei Migräne helfen. Einen Versuch wert ist auch eine Ernährungsumstellung. Schokolade, lang gereifte Käsesorten, Zitrusfrüchte und Nahrungsmittel mit Glutamat können Migräne verstärken, haben Wissenschaftler herausgefunden. Die Einnahme von Magnesium kann Migräne-Attacken vorbeugen. Der Mineralstoff schadet Ihrem Baby nicht, Sie sollten aber die empfohlene Tagesdosis von 600 Milligramm nicht überschreiten.
Wann muss ich zum Arzt?
In den allermeisten Fällen sind Kopfschmerzen zwar unglaublich lästig, aber völlig harmlos! Wenn Sie jedoch zusätzlich Schmerzen im Oberbauch haben, Ihre Hände oder Füße plötzlich anschwellen und Sie Sehstörungen haben, kann das möglicherweise auf eine Präeklampsie oder Gestose (im Volksmund als Schwangerschaftsvergiftung bezeichnet) hindeuten. Dann sollten Sie unverzüglich Ihren Arzt oder Ihre Ärztin aufsuchen.

 Das könnte Sie interessieren: Kopfschmerzen bei Kindern

Viele Kinder leiden unter Kopfschmerzen. Welche Arten gibt es und wie können Eltern helfen?






mehr zum Thema
Gesundheitstipps Schwangerschaftsbeschwerden
Artikel kommentieren
Login