Laktoseintoleranz bei Kindern

Verträgt Ihr Kind keine Milch oder Milchprodukte? Dann könnte das an einer Laktoseintoleranz liegen. Hier erfahren Sie, wie Sie eine Milchzucker-Unverträglichkeit erkennen und wie Sie Babys und Kinder mit Laktoseintoleranz ernähren.


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Laktoseintoleranz bei Kindern


„Mama, mein Bauch tut weh!“ Eltern hören diesen Satz oft – und stehen meist vor der schwierigen Frage „Was fehlt meinem Kind?“. Denn Bauchschmerzen sind ein unspezifisches Krankheitsbild – sie können viele ganz verschiedene Ursachen haben. Eine mögliche Erklärung: Eine Laktoseintoleranz, auch als Laktose-Unverträglichkeit bekannt. Allerdings: Säuglinge leiden selten an einer Laktoseintoleranz. Bauschmerzen und Koliken in den ersten Lebenswochen sind meist dadurch bedingt, dass der kindliche Verdauungsapparat noch nicht ganz reibungslos funktioniert.

Laktoseintoleranz

Laktoseintoleranz: Das NEIN zu Milch und Milchprodukten


© Thinkstock
Was ist eine Laktoseintoleranz?

So unangenehm die Beschwerden oft sind, das eigentliche Problem, das die Bauchschmerzen und Durchfälle verursacht, ist nichts weiter als ein fehlendes Enzym: Das Enzym Laktase spaltet normalerweise den Milchzucker (Laktose). Wenn das Enzym fehlt, gelangt der Milchzucker unverdaut in den Darm und verursacht dort Gärungsprozesse. Und das verursacht die Beschwerden.
Wichtig: Eine Laktoseintoleranz hat nichts mit einer Allergie zu tun, dem kleinen Patienten fehlt lediglich das Enzym, das den Milchzucker spaltet.
Wie erkenne ich eine Laktoseintoleranz?
Eine Laktose-Intoleranz ist für Laien schwer zu erkennen, denn die Milchzucker-Unverträglichkeit äußerst sich ganz unterschiedlich: Die Beschwerden können von Blähungen und Durchfall, über Bauchschmerzen und Übelkeit bis Koliken zu reichen. Die Beschwerden treten 30 Minuten bis drei Stunden nach dem Verzehr auf – und halten leider auch völlig unterschiedlich lange an. Eine Selbstdiagnose ist kaum möglich, besprechen Sie die Bauchschmerzen Ihres Kindes in jedem Fall mit Ihrem Kinderarzt.
Tipp: Versuchen Sie vorab, genau zu beobachten, nach welchen Nahrungsmitteln die Beschwerden auftreten. Wenn Sie das Gefühl haben, dass ein Zusammenhang zwischen den Schmerzen und Milchprodukten besteht, ist das für den Arzt schon mal ein wichtiger Hinweis.

Vor allem bei Säuglingen und Kleinkindern sind die zur Verfügung stehenden Testverfahren nicht durchführbar, hier wird der Arzt erstmal eine laktosefreie Diät empfehlen.
➤ Atemtest: Mit Hilfe eines Atemtests kann der Kinderarzt klären, ob es sich wirklich um eine Milchzucker-Unterverträglichkeit handelt. Voraussetzung: Ihr Kind muss zwölf Stunden nüchtern bleiben. Testverfahren: Ihr Kind muss eine laktosehaltige Flüssigkeit trinken und dann jede halbe Stunde in ein Röhrchen blasen.
➤ Laktose-Belastungstest: Der Arzt entnimmt aus dem Finger oder Ohr ein paar Tropfen Blut und bestimmt den Blutzuckerwert. Voraussetzung: Ihr Kind muss zwölf Stunden nüchtern bleiben. Testverfahren: Ihr Kind muss zusätzlich eine laktosehaltige Flüssigkeit trinken und wird dann alle 30 Minuten getestet.

Wichtig zu wissen: Eine Milchzucker-Unverträglichkeit ist zwar unangenehm – schadet dem Körper aber nicht. Die Darmschleimhaut wird nicht, wie beispielsweise bei Zöliakie, geschädigt. Und der Verzehr von laktosehaltigen Nahrungsmitteln kann zwar zu Durchfällen führen, ist aber nicht weiter gefährlich.
Laktoseintoleranz oder Milcheiweiß-Allergie?
Wenn Sie das Gefühl haben, dass die Beschwerden Ihres Kindes mit dem Verzehr von Milch oder Milchprodukten zusammenhängen, könnte es sich auch um eine Milcheiweiß-Allergie handeln, eine Immunreaktion auf das Eiweiß in der Kuhmilch. Die Symptome können heftiger sein als bei einer Laktose-Intoleranz - allerdings verschwindet eine Milchallergie häufig bis zum dritten Lebensjahr von selbst. Oft leiden Babys, die Neurodermitis haben, auch unter einer Kuhmilch-Allergie.
Eine Allergie auf Kuhmilch kann sich in einem roten Ausschlag im Gesicht, allergischen Reaktionen wie tränende Augen und eine verstopfte Nase und Durchfall äußern. In ganz schweren - aber glücklicherweise sehr seltenen - Fällen kann es zu einem allergischen Schock kommen.

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Weiterlesen auf Seite 2: Tipps rund um die Ernährung bei Laktoseintoleranz




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