Milien beim Baby: Bestes Rezept ist Geduld

Milien gehören zu den typischen Hautveränderungen, die bei fast jedem Säugling auftreten. Woher die Grießkörner kommen und warum Geduld das beste Rezept ist.


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Baby mit Milien

Milien: typisch für Neugeborene


© iStock
Milien beim Baby können in den ersten Lebenswochen ganz plötzlich ausbrechen. Gerade unerfahrene Eltern kann diese Hautveränderung ängstigen. Doch wir können Sie beruhigen: Milien, auch Grießkörner genannt, sind absolut ungefährlich für das Baby. Sie verschwinden meist genauso schnell wieder, wie sie gekommen sind – ganz ohne Behandlung.

Hormone als Ursache für Milien


Die ersten Wochen nach der Geburt sind für das Baby eine große Umstellung. Während der Schwangerschaft wurde es über den Blutkreislauf der Mutter mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt. Allerdings gelangten so auch mütterliche Hormone in sein Blut. Das ist per se kein Problem. Doch der plötzliche Abfall dieser Hormone nach der Geburt fordert den kleinen Körper. Er muss sein eigenes Gleichgewicht erst finden. Als Reaktion auf diese Umstellung kann es zu verschiedenen Hautveränderungen kommen: Kopfgneis, Neugeborenenakne und eben auch die Milien sind für Säuglinge daher völlig normal. All diese Hautveränderungen treten etwa um die 3. Lebenswoche auf und verschwinden wieder, sobald der Körper den Hormonhaushalt ausbalanciert hat.

Bei Milien handelt es sich um kleine, etwa Stecknadelkopf große, weiße Pünktchen, die vorwiegend im Gesicht des Babys ausbrechen. Leider vermehren sich die Grießkörner recht schnell. Doch im Gegensatz zur Babyakne treten sie einzeln und nicht flächig auf. Das sieht zwar gefährlich und unschön aus, ist aber für das Baby wirklich völlig harmlos. Ihr Baby merkt davon noch nicht einmal etwas. Denn Beschwerden hat es wegen der Milien nicht. Daher lautet die Empfehlung der Ärzte auch, Milien beim Baby einfach von alleine ausheilen zu lassen. Nur wenn sich die Grießkörner über mehrere Wochen hartnäckig halten, können Sie mit Ihrem Kinderarzt eine mögliche Behandlung abklären.
Milien entfernen: bloß nicht!

Auf keinen Fall sollten Sie versuchen, die Milien auszudrücken oder Babys Gesicht mit Peelings oder Ähnlichem zu behandeln. Im schlimmsten Fall kann sich die empfindliche Haut dadurch entzünden und dem Baby wirklich Schmerzen bereiten. Auch von Cremes sollten Sie die Finger lassen. Bei den Milien handelt es sich um eine Überproduktion der Talgdrüsen, fettende Cremes verschlimmern das Problem also eher. Der beste Tipp den wir Ihnen geben können ist also: Haben Sie Geduld. Auch wenn die Milien vielleicht nicht schön anzusehen sind, sie gehören irgendwie zum Säuglingsalter dazu. Und die Hauptsache ist doch, Ihrem kleinen Schatz geht es gut. Die Freude über ein zufriedenes Lächeln und strahlende Augen können ein paar Pickelchen sicher nicht trüben.

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