Muttermilch belastet: Rückstände von Glyphosat gefunden

Alles andere als beruhigend. Das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat wurde in der Muttermilch stillender Frauen nachgewiesen. Das ergab eine Stichproben-Untersuchung im Auftrag der Grünen.


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Was ist Glyphosat?



Glyphosat in Muttermilch?


© Thinkstock
Glyphosat ist ein Pflanzenschutzmittel, das in der Landwirtschaft weltweit eingesetzt wird. Ob und wie es die Gesundheit beeinträchtigen kann, ist bisher nicht genau erforscht. Die Weltgesundheitsorganisation WHO bewertet Glyphosat jedoch als wahrscheinlich krebserregend.
Glyphosatmenge deutlich über Grenzwert
Untersucht wurde die Muttermilch von 16 stillenden Frauen aus verschiedenen Bundesländern. Dabei wurden Konzentrationen des Unkrautvernichters festgestellt, die den Grenzwert für Trinkwasser (0,1 Nanogramm/Milliliter) um das Doppelte bis Vierfache überschritten.

Untersuchung liefert lediglich Hinweise
Richtig ist: Die Untersuchung ist ein beunruhigender Hinweis, dass Glyphosat über die Muttermilch weitergeben wird. Deswegen fordert die Vorsitzende des Bundestags-Umweltausschusses, Bärbel Höhn, auch: "Die Bundesregierung muss Glyphosat aus dem Verkehr ziehen, bis die Frage der krebsauslösenden Wirkung geklärt ist."

Dennoch: Wie  hoch die Glyphosat-Belastung in der Bevölkerung tatsächlich ist, kann aus den Ergebnissen nicht geschlussfolgert werden. 16 Muttermilchproben sind lediglich eine Stichprobe, weitere Untersuchungen müssen folgen.

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(26.Juni 2015/zk)





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