Harmlose Pickelchen: So entsteht Neugeborenenakne

Eine Neugeborenenakne bricht ohne Vorwarnung aus. Aber keine Angst, Sie haben bei der Pflege nichts falsch gemacht. Die Babyakne wird durch Hormone ausgelöst. Vorsicht: Verwechslungsgefahr mit der Säuglingsakne.


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Das Baby ist erst wenige Wochen alt und als Eltern wollen wir natürlich alles richtig machen: die gesündeste Ernährung, die beste Pflege und das perfekte Umfeld. Doch plötzlich bekommt das Baby kleine Pickel auf den Wangen. Haben wir doch etwas falsch gemacht? Wir können Sie beruhigen, wahrscheinlich ist es eine harmlose Neugeborenenakne oder auch Babyakne genannt. Die kommt bei Säuglingen sogar recht häufig vor – besonders bei Jungs.


Neugeborenenakne: So erkennen Sie einen Babyakne


© Fragegeist
Die Neugeborenenakne tritt immer um die dritte Lebenswoche auf. Etwa bei jedem fünften Baby entstehen dann kleine rote Pusteln mit gelblichen Knötchen in der Mitte. Dagegen tun können Sie wenig. Denn schuld daran sind die mütterlichen Hormone, denen das Baby während der Schwangerschaft ausgesetzt war. Über die Plazenta sind die stetig in den Blutkreislauf des Babys gelangt. Nach der Geburt kommt es natürlich nicht mehr zu diesem Hormonaustausch zwischen Mutter und Kind. Die Folge: Der Hormonspiegel sackt schlagartig ab und darauf reagiert die Haut Ihres Babys mit den Pickelchen. Für Sie bedeutet das also, sie haben absolut nichts falsch gemacht. Werder eine falsche Ernährung noch die falsche Babypflege können einen Neugeborenenakne auslösen. Übrigens: Auch der Kopfgneis (nicht zu verwechseln mit dem Milchschorf) wird durch die Hormonumstellung ausgelöst.

Was Sie bei einer Neugeborenenakne tun können


Im Normalfall geht die Neugeborenenakne genauso schnell, wie sie gekommen ist. Hat der Hormonspiegel des Babys wieder sein Gleichgewicht gefunden, dann verschwinden auch die Pickelchen – meistens innerhalb weniger Wochen. Keine Angst, die Neugeborenenakne hinterlässt auch keine Narben. Bei der Babyakne ist also Geduld die beste und einzige Therapie. Bitte versuchen Sie auf keinen Fall die Pickel mit speziellen Cremes zu behandeln oder die Pickel auszudrücken. Sie können den Heilungsprozess aber wie folgt unterstützen:

➤ Halten Sie das Gesicht des Babys möglichst trocken. Durch den Speichel oder durch ausgespuckte Milch, kann sich die Akne verschlimmern. Legen Sie also immer ein trockenes Spucktuch unter den Kopf des Babys.

➤ Ohnehin sollten Sie immer vermeiden, dass das Baby Zigarettenrauch ausgesetzt ist. Er schadet allgemein der Gesundheit Ihres Baby und kann auch die empfindliche Babyhaut zusätzlich reizen.

➤ Das Baby sollte die Pusteln möglichst nicht aufkratzen.
Verwechslungsgefahr: Säuglingsakne ab dem 3. Monat
Treten die Pickel bei Ihrem Baby erst zwischen dem 3. und 6. Lebensmonat auf, dann handelt es sich vermutlich um die sogenannte Säuglingsakne. Die Säuglingsakne sieht ähnlich aus wie die Neugeborenenakne, kann jedoch einen schwereren Krankheitsverlauf haben. Sie kann jucken und hält meist länger an. In schweren Fällen muss die Säuglingsakne auch mit entzündungshemmenden Mitteln behandelt werden. Eine eindeutige Ursache für diese Form der Akne gibt es nicht, allerdings geht man davon aus, dass die Säuglingsakne erblich bedingt ist. Das heißt, dass Ihr Kind auch in der Pubertät unter Akne leiden kann. Haben Sie die Vermutung, dass Ihr Kind eine Säuglingsakne hat, dann lassen Sie das bitte von einem Arzt eindeutig abklären. Selbst therapieren sollten Sie die Akne nicht. Bei falscher Behandlung, kann sie Narben hinterlassen. Damit sich die Haut schneller regeneriert, können Sie ebenso wie bei der Neugeborenenakne darauf achten, das Gesicht Ihres Babys trocken zu halten und die Haut keinem Zigarettenrauch auszusetzen. Das sind einfache Sofortmaßnahmen, die einen schlimmen Krankheitsverlauf verhindern können.

Welche wichtigen Entwicklungsschritte Ihr Baby in den ersten Lebenmonaten macht, das lesen Sie auch in unserem Baby-Entwicklungskalender.





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