Niedriger Blutdruck in der Schwangerschaft

Schwindel, Müdigkeit und Kopfschmerzen? Wenn Sie schwanger sind und besonders unter diesen Beschwerden leiden, kann es sein, dass Ihr Blutdruck zu niedrig ist. Wann dieser Zustand kritisch wird und wie Sie Ihren Kreislauf in Schwung halten.


(0)

Melden Sie sich in unserer Community an, um Beiträge zu Ihren Favoriten hinzuzufügen.

Jetzt anmelden
Von einem „normalen“ Blutdruck spricht man bei einem Wert von 120/80 mmHg. Viele Frauen haben aber einen eher niedrigen Blutdruck, was größtenteils kein Problem darstellt. In der Schwangerschaft sollten Sie Ihre Werte allerdings genau im Blick halten, denn ein akut oder anhaltend zu niedriger Blutdruck kann vor allem für das Baby gefährlich werden.

Leichter Blutdruckabfall in der Schwangerschaft normal


Der Blutdruck der Frau unterliegt während der Schwangerschaft einigen Schwankungen. Zu Beginn der Schwangerschaft weitet der Östrogenanstieg die Blutgefäße, um die Gebärmutter und den Embryo optimal mit Sauerstoff und anderen Nährstoffen zu versorgen. Diese „Weitstellung“ der Blutgefäße kann für einen niedrigen Blutdruck (Hypotonie) besonders im ersten Trimester verantwortlich sein. Das ist aber nicht weiter bedenklich, solange sich die Werte im Rahmen halten.
Sollte der Blutdruck jedoch regelmäßig und anhaltend zu niedrig sein und dabei Werte von 100/60 mmHg und darunter erreichen, besteht eine Gefahr für Mutter und Kind. Mögliche Folgen bei länger anhaltender Hypotonie können eine ungenügende Uterusdurch­blutung und daraus folgend eine Plazentainsuffizienz sein, welche zu Sauerstoffmangel und Entwick­lungs­stö­­run­gen beim Kind führen kann. Zudem könnte die Mutter kollabieren und bei einem Sturz das Kind gefährden.

Daher ist es wichtig, dass der Blutdruck regelmäßig überwacht wird, was in der Regel bei jeder Schwangerschaftsvorsorge-Untersuchung geschieht.
Daran erkennen Sie, dass Sie einen niedrigen Blutdruck haben
Typische Symptome für einen niedrigen Blutdruck sind:

• starker Durst
Müdigkeit
• gesteigerte Reizbarkeit
• ständig kalte Hände und Füße
• Kopfschmerzen
• häufiger Schwin­del
• Ohrensausen

Wenn Sie beispielsweise wegen anhaltenden Schwindels den Verdacht auf einen akut zu niedrigen Blutdruck haben, sollten Sie dringend einen Arzt aufsuchen. Übrigens können Sie Ihren Blutdruck auch in Apotheken messen lassen. 

Niedriger Blutdruck in der Schwangerschaft

Wenn Ihr Kreislauf akut oder dauerhaft im Keller ist, gehen Sie zum Arzt!


© Thinkstock
So halten und bringen Sie Ihren Kreislauf wieder in Schwung

Sollte Ihr Blutdruck anhaltend und bedenklich zu niedrig sein, wird Ihr Arzt über die entsprechende Behandlung entscheiden. Ansonsten können Sie aber auch dafür sorgen, dass Ihr Kreislauf in Schwung kommt und sich der Blutdruck normalisiert:

➤ Achten Sie auf einen ausgeglichenen Wasser- und Salzhaushalt. Also: Viel trinken in der Schwangerschaft und nicht zu salzarm essen!

➤ Lassen Sie sich morgens mit dem Aufstehen Zeit, und frühstücken Sie eiweißhaltig.

➤ Bei Schwindel: ausruhen und Beine hochlegen. Wenn keine Liegemöglichkeit in Sicht ist, überkreuzen Sie die Beine.

➤ Wechselduschen am Morgen: von unten nach oben, kalt enden

➤ Schonender Sport in der Schwangerschaft bringt den Kreislauf in Schwung.

➤ Die Muskelpumpen in Gang halten: Gehen Sie regelmäßig spazieren. Wenn Sie zum Beispiel lange am Schreibtisch sitzen müssen, legen Sie immer wieder Pausen ein und gehen Sie ein Stück. Das hält die Muskelpumpen in den Waden in Gang und senkt das Risiko für Wasser in den Beinen.




mehr zum Thema
Schwangerschaftsbeschwerden
Artikel kommentieren
Login