Placenta praevia: Tief liegende Plazenta

Die Plazenta versorgt den Embryo während der Schwangerschaft. Ihre Lage kann für Mutter und Kind aber gefährlich werden, nämlich wenn sie zu nah am Muttermund sitzt und den Geburtskanal verdeckt. Welche Formen der tiefliegenden Plazenta es gibt und welche Risiken sie birgt.


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Placenta praevia - Wenn die Plazenta zu tief sitzt


Unter dem lateinischen Begriff Placenta praevia versteht man eine falsch tief sitzende Plazenta. Normalerweise nistet sich die Eizelle an der oberen Seiten-, Hinter, oder Vorderwand der Gebärmutter ein und bildet dort die Plazenta in unproblematischer Höhe. Manchmal aber kommt es vor, dass sich die Eizelle zu nahe am Muttermund einnistet und die wachsende Plazenta ihn dann teilweise oder ganz verdeckt. Die Folge: Das Kind kann nicht auf dem natürlichen Weg zur Welt kommen, da die Plazenta den Weg versperrt. Es wird daher meistens in der 37. SSW per Kaiserschnitt entbunden.

Eine tief liegende Plazenta kann vom Arzt und der Hebamme recht früh festgestellt werden. Dann wird die Schwangerschaft noch engmaschiger überwacht. Meistens gibt es aber während der Schwangerschaft und der Kaiserschnitt-Geburt keine weiteren Komplikationen.

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Die verschiedenen Arten der Placenta praevia

Man unterscheidet je nach Höhe und Lage der Plazenta zwischen

Placenta praevia totalis: Der innere Muttermund ist durch eine breite Schicht Plazenta-Gewebe komplett verdeckt.

Placenta praevia partalis: Die Plazenta bedeckt den Muttermund nur teilweise.

Placenta praevia marginalis: Die Plazenta liegt nahe am Rand des Muttermundes.

Am gefährlichsten für Mutter und Kind ist die Variante, bei der der Muttermund ganz bedeckt ist. Dann besteht zum Beispiel schon bei den geringsten Wehentätigkeiten die Gefahr der vorzeitigen Plazentaablösung. Die Mutter muss deshalb in den letzten Schwangerschaftswochen Bettruhe halten und Wehen-hemmende Medikamente nehmen.

Sollte bei Ihnen eine Placenta praevia vorliegen, sollten Sie zur Sicherheit schon bei geringsten Blutungen in die Klink, um zum Beispiel eine vorzeitige Plazentaablösung schnell erkennen und behandeln zu lassen.

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Risikofaktoren für eine falsch tief sitzende Plazenta

In welchen Fällen es zu einer Placenta praevia kommt, kann nicht vorhergesagt werden. Aber es scheint einige Risikofaktoren zu geben. Dazu zählen vor allem

• ein hohes Alter der Mutter,
• wenn die Mutter schon mehrere Kinder zur Welt gebracht hat,
• frühere Kaiserschnitte,
• Mehrlings-Schwangerschaften und
• wenn die Mutter schon Ausschabungen hatte.

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