Pränatale Diagnostik: nicht-invasive Methoden

Nicht-invasive Methoden derpPränatalen Diagnostik stellen kein Risiko für die Schwangere und ihr Baby dar. Trotzdem liefern Sie ein recht sicheres Untersuchungsergebnis, ob das Kind krank oder gesund ist. Wichtig: diese Tests sind nur eine Risikoeinschätzung und keine endgültige Diagnose.


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Ultraschall (Sonografie)


Zu den regulären Vorsorgeuntersuchungen, die im Mutterpass vorgesehen sind, gehören drei ärztliche Kontrollen mit dem  Ultraschall. Sie sind Teil derpPränatalen Diagnostik. Vor allem die ersten beiden, die zwischen der 9. SSW und  12. SSW sowie zwischen der 19. SSW und 22. SSW gemacht werden, dienen dazu, Wachstumsstörungen, mögliche Behinderungen oder Fehlbildungen wie Herzfehler oder einen offenen Rücken festzustellen. Bei der letzten Ultraschalluntersuchung um die 29. SSW werden nochmals die Entwicklung des Ungeborenen, die Fruchtwassermenge und die Lage des Kindes überprüft.

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Ersttrimester-Screening

Ab der 11. SSW kann der Frauenarzt das sogenannte Ersttrimester-Screening vornehmen. Dabei kombiniert er verschiedene nicht-invasive Untersuchungsmethoden. Im Zentrum dieses Screenings steht die Messung der Nackentransparenz (NT) des Fötus. Bei einigen Chromosomenveränderungen, etwa Trisonomie 21, aber auch einiger Herz- und anderer Fehlbildungen, staut sich in der Nackenregion vermehrt Flüssigkeit. Diese ist im Ultraschallbild deutlich erkennbar. Zusätzlich misst der Frauenarzt Eiweiß- und Hormonwerte im mütterlichen Blut. Auch Daten über die Mutter werden berücksichtigt:

➤ Alter,
➤ ethnische Herkunft,
➤ ob sie an Diabetes leidet,
➤ oder raucht und
➤ ob die Schwangerschaft medizinisch unterstützt zustande kam.

Eine spezielle Software errechnet aus diesen Daten und den Testergebnissen dann eine Zahl, die als „Gesamtrisiko des Kindes“ bezeichnet wird. Dennoch geben diese Tests nur eine Risikoeinschätzung und keine endgültige Diagnose.
Der Triple-Test

beim Tripel-Test wird das Blut der Schwangeren auf drei wichtige Substanzen untersucht (daher auch der Name Triple, von drei): das vom Embryo produzierte Eiweiß Alpha-Fetoprotein (AFP) und die Hormone Östriol und HCG. Anhand der Werte rechnet der Arzt aus, wie hoch das Risiko ist, dass das Baby an Down-Syndrom oder offenem Rücken (Spina bifida) leidet. Der Test bietet aber nur eine Sicherheit von 60 Prozent und spielt daher kaum noch eine Rolle bei den vorgeburtlichen Untersuchungen.

Weil die Ultraschalluntersuchungen zu den Routine-Untersuchungen während einer Schwangerschaft gehören, werden die Kosten dafür von den Krankenkassen übernommen. Das Erstsemester-Screening und auch der Tripel-Test sind freiwillig und können von der Versicherung daher nicht abgedeckt werden. Für das Erstsemester-Screening müssen Sie mit 100 bis 200 Euro rechnen - inklusive aller Untersuchungen und anschließender Beratung.


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