Raucher machen dicke Kinder

Eine Studie hat ergeben, dass der Zigarettenkonsum von Mutter und Vater während der Schwangerschaft beim Kind Übergewicht bewirkt. Auch wenn das erst mal unlogisch klingt.


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Raucher machen dicke Kinder


© Thinkstock
Dass sich das Rauchen von Müttern auf die Gewichtsentwicklung ihrer Kinder auswirkt, ist bereits bekannt. Neu an dieser Studie ist der Einfluss des rauchenden Vaters. Die Kinder dieser Untersuchungsgruppe hatten im Alter von acht Jahren einen drei cm größeren Bauchumfang als die Kinder nicht rauchender Vätern. "Dass sich […] das Rauchen der Väter so drastisch auf den Bauchumfang von Kindern im Alter von acht Jahren auswirkt, ist ein eindrucksvolles Ergebnis", sagt Prof. Wabitsch, Studien-Leiter. Grundsätzlich wird rauchen in der Schwangerschaft mit einem niedrigen Geburtsgewicht in Verbindung gebracht, das auch die Ulmer Studien Babys aufwiesen. „Häufig nehmen diese Kinder jedoch nach der Geburt sehr schnell an Gewicht zu und überholen gar ihre Altersgenossen im Laufe der Zeit“, so Wabitsch. Rauchen ruft eine Verengung der Blutgefäße hervor. Der Fötus erhält nicht mehr genügend Sauerstoff und Nährstoffe.

Rauchen in der Schwangerschaft kann den BMI des Kindes erhöhen  


Weitere Studien haben bereits ergeben, dass zum einen das Rauchen der Mutter während der Schwangerschaft eine schnellere Gewichtszunahme in den ersten zwei Jahren begünstigt und zum anderen, dass eine schnelle Gewichtszunahme in den ersten ein zwei Jahren den Body Mass Index (BMI) des Kindes erhöhen kann. Zudem vermutet man, dass Nikotin die Appetitregulierung des Kindes nachhaltig negativ beeinflusst. Die Universitätsklinik Ulm hat zwischen November 2000 und November 2001 insgesamt 1066 Mütter und leibliche Väter für ihre Studie gewinnen können. In sogenannten 'Follow Ups' wurden die Kinder regelmäßig bis zu ihrem achten Geburtstag gemustert.

Ausschlaggebend für die Forschung waren folgende Kriterien: Angaben aus dem Mutterpass, den U-Untersuchungen, Elternfragebögen zum Verhalten wie Bewegung, TV-Konsum, Essgewohnheiten oder Rauchen, biologische Proben wie Nabelschnurblut, Muttermilch, Speichel und Nüchternblut. Die Angaben der Eltern bezüglich des Rauchverhaltens wurden über den direkten Parameter Kotinin bestätigt, der ein Abbauprodukt des Nikotins darstellt und im Nabelschnurblut des Kindes gemessen wurde. 


(leo)



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