Risikoschwangerschaft: Was bedeutet das?

Risikoschwangerschaft - das bedeutet, dass das Risiko von Komplikationen während der Schwangerschaft größer ist als im "Normalfall". Das heißt nicht per se, dass Sie sich große Sorgen um sich und Ihr Baby machen müssen. Es bedeutet, dass Ihre Schwangerschaft intensiver begleitet und überwacht wird. Gerade um Komplikationen zu vermeiden.


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Liegt eine Risikoschwangerschaft vor, werden Mutter und Kind intensiv durch die Schwangerschaft begleitet.


© Thinkstock

Auch wenn der Begriff anderes vermuten lässt, eine Risikoschwangerschaft birgt selten eine akute Gefahr für Mutter und Baby. Im Gegenteil: bei einer Risikoschwangerschaft werden Mutter und Kind sogar viel intensiver von einem Arzt überwacht. Die Einstufung als Risikoschwangerschaft kann auch aus den verschiedensten Gründen erfolgen. Sobald einer der folgenden Punkte erfüllt, so spricht man bereits von einer Risikoschwangerschaft:



Risikoschwangerschaft – Alter
Eine Schwangerschaft einer Frau jenseits der 35 gilt als Risikoschwangerschaft. Denn: Die Wahrscheinlichkeit einer Chromosomenstörung beim Kind ist bei einer Frau, die 35 Jahre oder älter ist, höher als bei einer jüngeren Schwangeren.

Chromosomenstörungen können mit Hilfe von vorgeburtlichen Untersuchungen erkannt werden. Was das ist? Wir haben die Infos hier für Sie zusammengefasst: Alles zur pränatalen Diagnostik




Risikoschwangerschaft – Komplikation
Die Schwangerschaft einer Frau, die schon einmal eine Fehlgeburt, Eileiterschwangerschaft oder andere Komplikationen während der Schwangerschaft hatten, ist eine Risikoschwangerschaft. 

Warum es zu einer Fehlgeburt kommt? Mögliche Ursachen einer Fehlgeburt finden Sie hier.




Risikoschwangerschaft – chronisch krank
Die Schwangerschaft einer Frau mit Krankheiten (z.B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes) gilt als Risikoschwangerschaft. Solche Frauen sollten möglichst vor einer Schwangerschaft die Risiken mit dem Frauenarzt und dem Hausarzt bzw. Internisten besprechen.

Auch in der Schwangerschaft können Sie einen Diabetes entwickeln. Wie Sie damit umgehen und was es für Ihre Baby bedeutet, lesen Sie hier: Gestationsdiabetes

 


Risikoschwangerschaft – Mehrlinge
Frauen, die Mehrlinge erwarten, haben per Definition eine Risikoschwangerschaft. Durch den begrenzten Platz im Bauch ist das Risiko für eine Frühgeburt bei Zwillingen/Mehrlingen generell höher und erfordert eine engmaschige ärztliche Kontrolle.

Was bei einer Zwillingsschwangerschaft noch wichtig ist, lesen Sie hier.




Risikoschwangerschaft – Blutgruppe
Hintergrund der sogenannten Rhesus-Unverträglichkeit sind unterschiedliche Blutgruppen. Manche Menschen haben auf der Oberfläche ihrer roten Blutkörperchen ein Eiweiß namens Rhesusfaktor - und andere nicht. Ist die Mutter Rhesus-negativ und der Fötus Rhesus-positiv, kann es sein, dass sie - meist erst kurz vor der Geburt - Antikörper gegen die roten Blutkörperchen des Kindes bildet. Beim ersten Kind macht dies meist nichts aus, ist die Frau das zweite Mal schwanger, reagiert ihr Immunsystem auf das Baby und kann ihm ernsthaften Schaden zufügen. Wichtig ist es, eine Unverträglichkeit rechtzeitig festzustellen und mit einer Anti-D-Prophylaxe zu behandeln.



Risikoschwangerschaft – Steißlage
Liegt das Kind in Beckenendlage oder Steißlage, spricht man von einer Risikoschwangerschaft. Und zwar aus dem Grund, weil eine spontane Geburt in diesem Fall schwieriger, bzw. ein Kaiserschnitt notwendig ist.

Mehr Informationen zur Beckenendlage finden Sie hier.




Risikoschwangerschaft – Kaiserschnitt
Eine Schwangere, die schon einmal per Kaiserschnitt entbunden hat, hat eine Risikoschwangerschaft. Dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass es zu Komplikationen bei einer Spontangeburt kommt, etwas höher. Wahrscheinlich wird sie wieder mit Kaiserschnitt entbinden müssen.

Wann ist ein Kaiserschnitt nötig? Und Wie läuft er ab? Die Antworten gibt es hier.




Risikoschwangerschaft – Stoffwechsel
Frauen, die an einer Stoffwechselerkrankung (Gestose) leiden, gelten als risikoschwanger. Früher nannte man die Erkrankung auch "Schwangerschaftsvergiftung". Bei einer Spätgestose besteht ein relativ hohes Frühgeburtsrisko.

Weitere Informationen zur Gestose finden Sie hier.




Risikoschwangerschaft – viele Geschwister
Frauen, die schon mehr als 4 Kinder entbunden haben, gelten als risikoschwanger, weil der mütterliche Körper bereits die Strapazen von 4 Geburten hinter sich hat und es sinnvoll ist, jede neue Schwangerschaft intensiv zu begleiten.




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