Schluckauf beim Baby: Wenn das Baby "hickst"

Besonders in den ersten Wochen und Monaten nach der Geburt haben Babys häufig Schluckauf. Worin die Ursachen dafür liegen und warum Sie sich keine Sorgen machen brauchen, wenn Ihr Schatz hickst.


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Schluckauf schon im Mutterleib


Schon ab der 9. SSW kann das ungeborene Baby im Mutterleib Schluckauf bekommen. Grund dafür sind Atemübungen, bei denen der Embryo seinen Brustkorb hebt und senkt. Dabei wird Fruchtwasser durch das Zwerchfell gepumpt, um die Muskulatur für das spätere „richtige“ Ein- und Ausatmen zu trainieren. Überschüssige Luft entweicht bei diesem Vorgang und führt zu den süßen Hicksern im Bauch der werdenden Mama.
Schluckauf bei Säuglingen als Schutzmechanismus und Training

Baby hat Schluckauf

Schluckauf ist für Babys nicht schmerzhaft oder störend.


© Thinkstock
Bei Säuglingen kann es vor allem nach dem Stillen oder Füttern zum Schluckauf kommen. Ursache dafür ist die noch nicht ausreifte Zwerchfellmuskulatur, die die Atmung steuert. Fehlwirkungen sorgen für ein unregelmäßiges Zusammenziehen dieser Muskeln. Das bewirkt, dass das Baby einatmet, sich dabei aber sofort der Kehlkopfdeckel schließt. Gegen diese Barriere prallt dann der Luftstrom und erzeugt dabei den Hickser. Gleichzeitig kann keine Luft mehr hinaus und der Rückfluss der Milch nach oben wird gestoppt.

Der Schluckauf ist daher für das Baby ein sehr nützlicher Schutzmechanismus vor dem Verschlucken und dem Rücklauf des Mageninhalts in den Mund. Gleichzeitig werden Zwerchfell- und Rippenmuskulatur trainiert.
Was kann man gegen Schluckauf beim Baby tun?
Da das Baby den Schluckauf auch schon seit der frühen Schwangerschaft kennt, hat es sich an ihn gewöhnt und empfindet ihn nicht als schmerzhaft oder störend. Außerdem geht er früher oder später von allein wieder weg. Wenn Sie Ihrem Kind trotzdem dabei helfen wollen die Hickser loszuwerden, können Sie Folgendes probieren:

Bieten Sie Ihrem Baby etwas zu trinken an. Meist reicht es aus, wenn Sie es noch einmal kurz anlegen oder ein wenig Wasser aus der Flasche geben. Außerdem sollten Sie Ihr Baby nach jeder Mahlzeit ein ausgiebiges „Bäuerchen“ machen lassen.

Auch Entspannung kann den Schluckauf vertreiben, daher nehmen Sie Ihr Baby auf den Arm, singen ihm etwas vor, streicheln es oder massieren sie sanft seine Fußsohlen. Hier finden Sie für die Babymassage praktische Übungen!

Da Schluckauf auch von Temperaturschwankungen und Kälte ausgelöst werden kann, achten Sie darauf, dass Ihr Baby immer warm genug angezogen ist und statten Sie Ihren Wickeltisch eventuell mit einer Wärmelampe aus. Auch ein warmes Kirschkernkissen im Bettchen kann dabei helfen, dass sich das Zwerchfell wieder entspannt.

Zuletzt ein etwas seltsam klingender Tipp:
Pusten Sie Ihrem Kind ganz leicht ins Gesicht. Dadurch ändert es seinen Atemrhythmus und der Schluckauf hört vielleicht schon bald auf.




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