Schnupfen: Und die Rotznase lässt grüßen!

Es vergeht kein Herbst oder Winter ohne Schnupfen. Lesen Sie hier, was bei Schnupfen hilft. Außerdem: Das sollten Sie wissen, wenn das Baby Schnupfen hat.


(0)

Melden Sie sich in unserer Community an, um Beiträge zu Ihren Favoriten hinzuzufügen.

Jetzt anmelden

Schnupfen: Was bei Schnupfen hilft


© iStock
Hatschiiii! Es vergeht doch kein Herbst oder Winter ohne Schnupfen. Die Nase ist verstopft, Berge von Taschentüchern werden verbraucht, das Essen will nicht so recht schmecken und andauernd muss man niesen. Das kennt wirklich jeder. Und auch wenn wir wissen, dass so ein Schnupfen nach ein bis zwei Wochen wieder von alleine verschwindet, macht das die Sache nicht angenehmer: für uns Erwachsene nicht und für die Kleinsten schon gar nicht.

Grundsätzlich gibt es verschiedene Arten von Schnupfen, medizinisch auch Rhinitis genannt, die an Hand der Ursache unterschieden werden:

- akuter Schnupfen
- chronischer Schnupfen
- allergischer Schnupfen

Im Normalfall meinen wir den akuten Schnupfen, wenn wir darüber sprechen. So ein akuter Schnupfen tritt als Symptom einer Erkältung auf. Die empfindlichen Schleimhäute der Nase sind ein wichtiges Abwehrsystem unseres Körpers und reagieren schnell auf Eindringlinge wie Viren. Durch das kräftige und wiederholte Niesen sollen die schnellstmöglich wieder aus dem Körper befördert werden. Bei einer Virusinfektion schwellen außerdem die Schleimhäute der Nase an und entzünden sich leicht. Sie sondern daraufhin ein grünliches Sekret ab, um die Krankheitserreger aus dem Körper zu schwemmen.

In den meisten Fällen ist der Schnupfen harmlos und verschwindet nach ein bis zwei Wochen von alleine wieder. Allerdings kann sich die Infektion manchmal auch auf den Hals-Nasen-Ohren-Bereich ausbreiten und eine Nasennebenhöhlenentzündung verursachen. Typisch dafür sind stechende, pochende oder drückende Schmerzen über den Wangen, zwischen den Augen oder in der Stirn. Das Nasensekret ist bei einer Nasennebenhöhlenentzündung meist gelb-grünlich gefärbt und sehr zäh.

Was hilft gegen Schnupfen?


Schnupfen ist zwar lästig, kann aber gut selbst behandelt werden. Dabei ist es das Wichtigste, die Schleimhäute feucht zu halten und der Nase beim Abschwellen zu helfen. Dafür werden verschiedenste Nasensprays angeboten. Die helfen im Notfall auch sehr gut. Allerdings sollten Sie diese nur maximal sieben Tage am Stück anwenden. Für Kinder eignen sich Sprays mit Kochsalzlösung. Eine bessere Alternative zu den Sprays: Inhalieren als Hausmittel gegen Erkältung. Der warme Wasserdampf befeuchtet die Schleimhäute auf ganz natürlich Weise und ist daher besonders schonend. Außerdem besteht, anders als bei Sprays, keine Gewöhnungsgefahr. Bei Schnupfen ist es besonders wohltuend, wenn Sie mit Kamille inhalieren. Sie wirkt entzündungshemmend. Allgemeine Tipps zum Inhalieren haben wir hier für Sie zusammengefasst ➤ Inhalieren bei Kindern

 Das könnte Sie interessieren: Inhalieren bei Kindern

Inhalieren ist eine wunderbare Methode, die Nase frei zu bekommen und den lästigen Husten loszuwerden. Auch kleine Kinder können schon inhalieren.


Auch Erkältungssalben können dabei helfen, die Schleimhäute der Nase zu beruhigen und die Atemwege frei zu machen. Allerdings sollten Sie diese wegen der zum Teil hohen Dosierung ätherischer Öle auf keinen Fall bei Kleinkindern und Babys anwenden. Ihnen können bei Schnupfen kleingehackte Zwiebeln helfen. Die natürlichen, ätherischen Öle der Zwiebel sorgen für eine freie Nase – unbedenklich und ohne Nebenwirkungen. Stellen Sie nachts einfach ein Schälchen Zwiebeln neben das Bett.

Um die angegriffenen Schleimhäute nicht zusätzlich zu reizen, sollten Sie immer auf ein gutes Raumklima achten. Lüften Sie auch im Winter regelmäßig. Gerade das Schlafzimmer sollte idealerweise eine Temperatur von 16 bis 18 Grad haben. Das ist übrigens auch für Babys ausreichend. Zudem sollten Sie viel an die frische Luft gehen. 

Ein weiterer wichtiger Punkt, damit der Schnupfen schnell überstanden ist: viel trinken. Das befeuchtet die Schleimhäute und hilft dabei, dass der Schleim sich löst. Allerdings wissen wir aus eigener Erfahrung, dass das nicht immer leicht ist. Vor allem, wenn man sich nicht fit fühlt. Bei kranken Kindern müssen Sie daher ein besonderes Auge darauf haben, dass sie regelmäßig trinken. Wenn Sie stillen, kann es sein, dass Sie Ihr Baby vorübergehend etwas öfter Anlegen müssen. Bekommt Ihr Baby die Flasche, können Sie ihm zwischen den Mahlzeiten zusätzlich Tee anbieten.
Wenn das Baby Schnupfen hat 
Auch wenn das Baby Schnupfen hat, helfen im Grunde die gleichen Mittel wie bei den Großen. Der Unterschied ist, dass es bei Babys besonders wichtig ist, die Nase frei zu halten, da sie noch nicht selbstständig zwischen Nasen- auf Mundatmung umstellen können. Dabei können spezielle Nasensauger helfen, das zähe Sekret aus der Nase zu holen. Hebammen empfehlen außerdem, etwas Muttermilch in die Nase zu träufeln. Das soll die Schleimhäute beim Abschwellen unterstützen. Inhalieren funktioniert auch schon mit Babys. Allerdings reicht es, wenn Sie sich mit Ihrem Baby neben die aufgedrehte, warme Dusche stellen. Der entstehende Wasserdampf genügt.

Im Schlafzimmer Ihres Babys sollten Sie außerdem auf ein gutes Raumklima achten. Drehen Sie die Heizung nicht zu sehr auf: Temperaturen von 16 bis 18 Grad sind ausreichend. Um die Schleimhäute zusätzlich zu befeuchten, können Sie eine Schale Wasser auf die Heizung stellen oder einen Wäscheständer mit nassen Handtüchern ins Zimmer schieben. Zigarettenrauch sollte absolut tabu sein!

Schnupfen beim Baby: Das sollten Sie wissen

• keine Erkältungssalben mit ätherischen Ölen. Versuchen Sie Zwiebelsäckchen.
• Vorsicht bei Nasensprays und Nasentropfen: Rücksprache mit dem Kinderarzt.
• genügend Flüssigkeit. Das Baby öfter Anlegen oder zusätzlich Tee anbieten.
• viel frische Luft und gutes Raumklima (keine trockene Heizungsluft).

Bekommt Ihr Baby Fieber, hat es Ohrenschmerzen (es zieht es sich ständig am Ohr), verweigert es die Nahrung und bekommt es starken Husten, dann sollten Sie auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen. Informieren Sie sich hier über die Baby-Erkältung:

 Das könnte Sie interessieren: Baby-Erkältung

Husten, Schnupfen und schlechte Laune - Ihr Baby hat sich erkältet? Warum Babys dafür so anfällig sind und wie Sie ihm jetzt helfen können.



 Das könnte Sie interessieren: Tipps für ein starkes Immunsystem

Ganz ohne Schnupfen kommen leider nur die wenigsten durch die kalte Jahreszeit. So bleibt das Immunsystem fit!








mehr zum Thema
Erkältung Krankheiten
Artikel kommentieren
Login