Tipps für die Ernährung bei Laktoseintoleranz

Wer Laktose (Milchzucker) nicht verträgt, muss bei der Ernährung einiges beachten. Wo sich Laktose überall versteckt und was Sie beachten müssen, erfahren Sie hier.


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Wo steckt Laktose drin?

Milchzucker steckt, der Name verrät’s, in allen Milchprodukten – hier ist er leicht zu identifizieren. Wo Milch, Sahne, Joghurt, Molke oder Milchpulver drauf steht, ist Laktose drin. Gut versteckt ist er aber auch in vielen Fertigprodukten enthalten: In Schoko-Snacks, Eis, Fertigsuppen, Wurst, Backwaren etc..
Genuss beim Essen – trotz Laktoseunverträglichkeit
Wenn Ihr Kind aus dem Kleinkindalter raus ist, sollten Sie ihm möglichst genau erklären, warum es bestimmte Nahrungsmittel nicht mehr essen darf – und was es für leckere Alternativen gibt. Wenn Ihr Kind mittags in der Kita, im Kindergarten oder in der Schule isst, sagen Sie dort Bescheid. Auch wenn wahrscheinlich kein spezielles Alternativgericht für Ihr Kind angeboten wird, wird die Einrichtung Ihr Kind dabei unterstützen, milchhaltige Saucen wegzulassen oder als Ersatz für den Nachtisch mit Milch ein Obst anbieten.
Viel Milchzucker enthält: Kuhmilch, Schafsmilch, Ziegenmilch, Eiscreme, Milchpulver, Milchschokolade, Schmelzkäse
Kaum Milchzucker enthält: Butter, gut gereifte Käsesorten, Camembert, Mozarella, Feta, Bitterschokolade
 
Wenn Ihr Kind auf Milchprodukte verzichtet, fehlt ihm Kalzium, das bislang über die Milch aufgenommen wurde. Kalzium ist in der Wachstumsphase wichtig für den Knochenaufbau. Eine gute Alternative sind laktosefreie Milchprodukte, die es inzwischen in jedem Supermarkt zu kaufen gibt. Der einzige Unterschied zu herkömmlichen Milchprodukten: Der Milchzucker ist hier bereits gespalten, zu merken ist das am leicht süßlichen Geschmack. Die gesunden Bestandteile der Milch sind dieselben!

Für Säuglinge gibt es laktosefreie Babynahrung, die Sie auf Rezept in der Apotheke bekommen. HA-Nahrungen sind nicht geeignet, sie enthalten Laktose.
Therapie bei Laktoseunverträglichkeit
Milchzuckerunverträglichkeiten sind ganz unterschiedlich ausgeprägt: Manche reagieren erst bei einer Laktosemenge über zehn Gramm am Tag, andere reagieren schon auf kleinste Mengen Laktose mit starken Schmerzen. Es empfiehlt sich, vier Wochen lang laktosehaltige Lebensmittel völlig zu meiden und dann die Menge langsam zu steigern. Achten Sie aufmerksam darauf, bei welchen Lebensmitteln Ihr Kind über Beschwerden klagt und bei welchen nicht.
Auch wenn bei Ihrem Kind eine Laktoseintoleranz diagnostiziert wurde, heißt das nicht, dass es jetzt für immer auch Milchprodukte verzichten muss. Viele Laktose-Intolerante kommen mit Hartkäse und Joghurt problemlos klar. Und in vielen Fällen löst sich die Intoleranz auch nach einiger Zeit wieder in Luft auf.

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