Ursachen einer Fütterstörung

Ursachen für eine Fütterstörung gibt es viele. Sie kann organisch oder nicht-organisch bedingt sein und sich mitunter zu einem nervenaufreibenden Teufelskreis für Eltern und Kind entwickeln.


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Organische oder nicht-organische Ursachen


Lassen Sie vom Kinderarzt abklären, ob die Fütterstörung organische Ursachen hat. Darunter fallen zum Beispiel Lebensmittelunverträglichkeiten, Stoffwechselerkrankungen sowie Schmerzen oder krankheitsbedingte Störungen der Verdauung. Kann der Arzt Krankheiten und Fehlentwicklungen ausschließen, liegt eine nicht-organische Ursache für die Fütterstörung vor. Dann können zum Beispiel seelische Probleme wie Kummer, Nervosität, ein Trauma, Stress oder das Temperament des Kindes der Grund sein.
Ein Teufelskreis setzt sich in Gang


Das Füttern macht Probleme

Füttern unter Zwang - viele Eltern wissen sich nicht mehr anders zu helfen.


© Thinkstock
Häufig gehen die Probleme auch auf falsches Verhalten der Eltern beim Füttern zurück. Zum Beispiel, wenn sie die Hunger- oder Sättigungssignale ihres Kindes nicht erkennen oder ignorieren. Verweigert das Baby beispielsweise das Essen, fühlen sich Eltern oft unter Druck gesetzt und haben Angst vor einer Unterversorgung des Kindes. Dann tricksen sie es aus, indem sie es ablenken und unter Zwang weiterfüttern. Darauf reagiert das Kind früher oder später mit Abwehr, was Eltern nur noch mehr frustriert. Sie werden dann immer verkrampfter und ungeduldiger oder beginnen, mit dem Kind über Belohnungen und Essensportionen zu verhandeln. Das wiederrum verstört das Kind. Eventuell merkt das Baby dann, dass es durch Nahrungsverweigerung eine gewisse Macht auf die Eltern ausüben kann. Gerade ein Kleinkind, das in einer bestimmten Phase seiner Entwicklung Bedürfnis nach Selbstständigkeit und Wirksamkeit hat, wird diese Macht nutzen wollen.

Im schlimmsten Fall werden die seltsamen Routinen, wie bestimmte Sitzpositionen oder Verhaltensmuster beim Füttern konditioniert. Das heißt, dass das Kind ein bestimmtes Verhalten mit dem Essen in Verbindung bringt und unter normalen Umständen keine Nahrung mehr problemlos zu sich nehmen kann.

Es ist wichtig, dass Sie versuchen, den Aufbau dieses Teufelskreises zu vermeiden. Wie Sie einer Fütterstörung vorbeugen und ihr entgegenwirken können, erfahren Sie auf der nächsten Seite.


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