Wachstumsstörung - wenn Kinder nicht wachsen

Manchmal kommt es vor, dass sich Kinder langsamer entwickeln als gleichaltrige Spielkameraden. Schuld an diesen Wachstumstörungen kann ein Hormonmangel sein. Wann Handlungsbedarf besteht, erfahren Sie hier.


(0)

Melden Sie sich in unserer Community an, um Beiträge zu Ihren Favoriten hinzuzufügen.

Jetzt anmelden

Hilfe, mein Kind wächst nicht!


Wenn Ihr Kind kleiner ist als seine gleichaltrigen Freunde, dann muss das nicht sofort an einer ernsthaften Wachstumsstörung liegen. Das Entwicklungstempo ist ganz individuell und manchmal sind Kinder einfach „Spätzünder“. Überlegen Sie doch einmal, wie das bei Ihnen in der Kindheit war. Denn auch wie schnell Kinder wachsen liegt oft in der Familie. Deshalb kann eine Wachstumsstörung auch niemals durch eine einzelne Messung beurteilt werden. Das Wachstum muss über einen längeren Zeitraum regelmäßig überprüft werden, etwa bei den U-Untersuchungen. Bei jeder Untersuchung trägt der Arzt Gewicht und Körpergröße in eine Tabelle ein, in die sogenannte Perzentilenkurve. An Hand dieser Kurve kann der Arzt ablesen, ob sich Ihr Kind „normal“ entwickelt. Entscheidend ist dabei, wie weit und ob Ihr Kind von einem Durchschnittswert abweicht. Aber wie gesagt, Grund zur Sorge besteht erst, wenn über einen längeren Zeitraum Abweichungen von der Norm erkennbar sind. Dann wird der Arzt weitere Untersuchungen durchführen.
Hormonbehandlung bei Wachstumsstörungen
Mithilfe von Blutuntersuchungen kann er zum Beispiel feststellen, ob ein Mangel an Wachstumshormonen die Ursache für die Wachstumsstörung ist. Von der Diagnose hängt dann selbstverständlich die Therapie ab. Ist die Ursache tatsächlich eine Hormonstörung, dann sorgt man für künstlichen Ersatz. Dabei ist es besonders wichtig, dass die Dosis des Hormons immer den körperlichen Veränderungen, also dem Wachstum und der Gewichtszunahme des Kindes angepasst wird. Regelmäßige Kontrolluntersuchungen sind deshalb unerlässlich.



© Thinkstock
Wir möchten Ihnen damit aber keine Angst machen. In den meisten Fällen entwickeln sich Kinder ganz normal. Es reicht daher völlig aus, Ihr Kind einmal im Monat zu messen, um die aktuelle Entwicklung einschätzen zu können. Auch wenn er für Kinder nur ein schwacher Trost ist, wenn alle anderen Klassenkameraden es überragen, der Spruch „Das verwächst sich noch“ hat durchaus seine Gültigkeit. Vielleicht ist ein altes Schulfoto von Ihnen die bessere Therapie: Ja, der Winzling da, das bin ich, der mit der hässlichen Frise.