Wann man in der Schwangerschaft liegen muss

In der Schwangerschaft können Komplikationen auftreten, die einen zum Liegen zwingen. Welche das sind und wie man sich richtig verhält.


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Wann man in der Schwangerschaft liegen muss

Stress ist meistens die Ursache für Komplikationen in der Schwangerschaft. Foto: Thinkstock



Vorzeitige Wehen oder ein stark verkürzter Muttermund sind die häufigsten Gründe für die vom Arzt verordnete Bettruhe. „Das Liegen hilft, den Druck auf den Muttermund zu lindern“, erklärt Dr. Martina Rauchfuß, Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Psychosomatische Frauenheilkunde und Geburtshilfe. Falls sich die Plazenta löst, es zu Blutungen kommt oder der Blasensprung eintritt, lange bevor eine Entbindung möglich ist, ist sogar ein Klinikaufenthalt zur Überwachung und Behandlung notwendig. „Im Gegensatz zu früher lassen wir die Frauen aber nicht monatelang im Bett liegen. Sobald es möglich ist, werden sie wieder mobilisiert und können nach Hause“, sagt Martina Rauchfuß, die als Frauenärztin und Psychotherapeutin an der Berliner Charité arbeitet.

Entspannungsübungen in der Schwangerschaft wirken vorbeugend

Martina Rauchfuß hat über die psychosomatischen Gründe von Komplikationen in der Schwangerschaft habilitiert. Die Ärztin rät: „Ursache sind fast immer Stressbelastungen. Schon zur Prävention sind daher Entspannungsübungen und das Sprechen über Probleme äußerst wichtig.“ Auch wer in der Schwangerschaft das Bett hüten muss, sollte über seine Ängste und Befürchtungen reden – das hilft nachweislich der Gesundheit von Mutter und Kind. Fragen Sie Ihre Hebamme nach psychotherapeutischer Unterstützung. In der Schwangerschaft schon in die Klinik? Wer sich schonen soll, muss entspannen und einen großen Teil des Tages die Beine hochlegen. Wer in der Schwangerschaft im Bett bleiben muss, darf noch nicht einmal zur Toilette. In der Klinik machen Physiotherapeuten isometrische Übungen, die dazu dienen, die Muskulatur agil zu halten. Dann sind zunächst einzelne Gänge zur Toilette oder Dusche erlaubt. Wenn ein Spaziergang keine Verschlechterung bringt, dürfen die Frauen in der Regel zurück nach Hause. Die Krankenkasse hilft auch in der Schwangerschaft Wenn Sie aufgrund ärztlich verordneter Bettruhe nicht in der Lage sind, Ihren Haushalt zu führen und niemand helfen kann, bezahlt Ihre gesetzliche Krankenkasse eine Haushaltshilfe – selbst wenn bei Ihnen keine weiteren Kinder leben. Die Haushaltshilfe wird solange gestellt, wie es der Frauenarzt oder die Hebamme für notwendig erachtet. Aber nicht nur in der Schwangerschaft sondern auch nach der Entbindung besteht Anspruch auf Hilfe, solange Sie Ihren Haushalt noch nicht selbst führen können. Angst in der Schwangerschaft stresst die Mutter Frauen mit übermäßiger Angst in der Schwangerschaft erfahren ebenfalls Stress. Drei Strategien dagegen:
  • Nicht auf Furcht oder schlechte Erfahrungen fixieren. Jede Schwangerschaft ist anders.
  • Ängste aussprechen. Eine stabile Beziehung ist eine gute Stütze, bei Krisen hilft ein Gruppengespräch oder ein Moderator.
  • Dass Entspannungstraining wirkt, ist belegt.




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