Was dem Immunsystem schadet und was ihm nützt

Hier lesen Sie, warum Rauch und Feinstaub Babys Immunsystem und seine Organe belasten und warum sich Impfungen positiv auf das Immunsystem auswirken.


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Feinstaub und Zigarettenrauch schaden Babys Immunsystem


Wenn schon nicht ganz sicher ist, was dem Immunsystem hilft, so kann man doch sagen, was ihm schadet. Zigarettenrauch und Feinstaub zum Beispiel. Wobei sich diese eher direkt auf die Organe als aufs Immunsystem auswirken. „Feinstaub oder Rauch kann in die Lungenbläschen eindringen und zu Entzündungen führen“, erklärt Werner Solbach. „Wenn zu viel Rauch eingeatmet wird, funktioniert auch der Schleimtransport von Bakterien nach außen nicht mehr richtig. Deshalb können leichter Infekte auftreten“, ergänzt Speckmann. Daher sollte wenigstens zu Hause und im Auto nicht geraucht werden!

Auch Schimmelpilze in der Wohnung können die Gesundheit beeinträchtigen, wenn die Sporen eingeatmet werden, und die Lunge schädigen. Auch hier ist zwar nicht das Immunsystem direkt betroffen, aber wenn es noch nicht vollständig ausgereift ist, ist es auch anfälliger für Schadstoffe.

Die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin rät, die Wohnung regelmäßig ausreichend zu lüften, die Raumtemperatur im Schlafzimmer des Kindes auf 18 Grad zu drosseln und täglich für eine halbe bis eine Stunde mit dem Kind an die frische Luft zu gehen.
Impfen wirkt sich positiv auf das Immunsystem aus

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Impfungen fördern das Immunsystem. „Das ist Immunjogging. So wird das Immunsystem auf Trab gehalten“, sagt Werner Solbach. Denn mit der Impfung wird eine milde Infektion simuliert, gegen die das Abwehrsystem einen Schutzschild entwickelt. Der Vorteil: Die starken Krankheitssymptome bleiben aus. „Und eine schwere Krankheit trainiert das Immunsystem auch nicht besser als eine Impfung“, erklärt Carsten Speckmann.
Von Anfang an beste Voraussetzungen

Wie gesagt: Jeder Mensch ist bei der Geburt mit allen Anlagen ausgestattet, die das Immunsystem zum Reifen braucht. Aber wie kommt es, dass manche Kinder häufig Infekte haben, andere kaum? Kann es zum Beispiel sein, dass ein Kind mit mehr Fresszellen, die Keime unschädlich machen können, geboren wird? „Bei den sogenannten Normalwerten gibt es zahlenmäßige Schwankungen, die sich aber nicht klinisch auswirken“, sagt Volker Wahn von der Arbeitsgemeinschaft Pädiatrische Immunologie. Das bedeutet: „Manche Kinder haben 2000 Zellen, andere 5000 - aber die mit 5000 müssen nicht gesünder sein“, sagt Carsten Speckmann. Es gibt eben Kinder, die zwölfmal im Jahr erkältet sind, und andere, die nur fünfmal pro Jahr krank werden. Warum das so ist, weiß man nicht: Beide Gruppen haben ein gleich intaktes Immunsystem.


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