Wie bekomme ich eine Mutter-Kind-Kur?

Lesen Sie hier, was Sie benötigen, um eine Mutter-Kind-Kur zu beantragen, wo Sie den Antrag einreichen müssen und wer für die Kosten des Kuraufenthalts aufkommt.


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Ärztliches Attes reicht aus



Mutter-Kind-Kur

Mit einem Gespräch beim Arzt fängt es an.


© Thinkstock
Im Prinzip brauchen Sie lediglich ein ärztliches Attest, in dem die Kurmaßnahme empfohlen wird, und reichen es mit Ihrem Antrag auf die Mutter-Kind-Kur bei der Krankenkasse ein. Hier ist entscheidend, was in diesem Attest drinsteht. Hilfe gibts bei den Beratungsstellen der Wohlfahrtsverbände. Dort bekommen Mütter Hilfe beim Ausfüllen des Antragbogens und Hinweise darauf, welche Formulierungen das ärztliche Attest für die Mutter-Kind-Kur enthalten muss.

Eine sinnvolle Ergänzung zu diesen Pflichtunterlagen ist ein Selbstauskunftsbogen, wie er beim jeweiligen Kuranbieter oder den Beratungsstellen angefordert werden kann. Hier haben Mütter dann Gelegenheit, ihre Gesamtsituation ausführlich zu beschreiben. Weisen Sie auch auf für Sie zusäzliche Belastungen hin, zum Beispiel bei Alleinerziehenden, finanzielle Problemen oder einem kranken Kind.
Bei der Krankenkasse einreichen
•   Antrag
•   Attest
•   Selbstauskunft
Wartezeit bei Mutter-Kind-Kur-Antrag
Rechnen Sie damit, dass Sie mehrere Wochen, im Widerspruchsverfahren auch einige Monate auf die Genehmigung der Mutter-Kind-Kur warten müssen. Manchmal verweisen die Krankenkassen berufstätige Mütter an Rentenversicherungsträger wie die Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA), unter dem Vorwand, die Mutter-Kind-Kur diene der Wiederherstellung der Arbeitskraft. Das stimmt nur bedingt, denn bei einer Mutter-Kind-Kur steht die familiäre Belastung im Vordergrund. In diesem Fall empfiehlt sich ein Einspruch bei der Krankenkasse.
Wer zahlt die Mutter-Kind-Kur?
Halten Sie die Genehmigung für die Mutter-Kind-Kur in den Händen, kann es losgehen. Ums Geld brauchen Sie sich keine großen Sorgen machen: Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für die Mutter-Kind-Kur -  auch für mitreisende Kinder. Sie zahlen lediglich einen Selbstanteil von zehn Euro pro Kalendertag. Privatkassen zahlen nur bei entsprechender Zusatzversicherung für die Mutter-Kind-Kur, die Kosten für Ihr Kind tragen Sie selbst - es sei denn, es ist ebenfalls behandlungsbedürftig. Dann benötigt die Krankenkasse ein Extra-Attest.
Vorbereitung auf die Mutter-Kind-Kur
Informieren Sie Ihren Arbeitgeber beizeiten über die geplante Mutter-Kind-Kur. Verweigern kann er Ihnen diese Zeit nicht. Weil es sich um eine medizinische Maßnahme handelt, müssen Sie auch keinen Extra-Urlaub nehmen. Außerdem haben Sie Anspruch auf Lohnfortzahlung. Was wird aus der Familie? Ihr Mann sollte in Ihrer Abwesenheit allein zurechtkommen. Mitreisende Kinder werden während der Mutter-Kind-Kur unterrichtet. Bleiben sie zu Hause, helfen die Beratungsstellen, eine Betreuung zu organisieren.


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