Die richtige Zahnpflege in der Schwangerschaft

Alte Volksweisheiten, wie "Jedes Kind kostet die Mutter einen Zahn" stimmen zwar nicht zu 100 Prozent. Allerdings liegt in Ihnen ein Funken der Wahrheit. In der Schwangerschaft sind Zähne und Zahnfleisch besonders anfällig. Deshalb ist die richtige Pflege so wichtig.


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Zahnpflege in der Schwangerschaft


© Thinkstock

Damit Sie auch weiterhin bedenkenlos lächeln und dabei Ihre gesunden Zähne zeigen können, sollten Sie gerade in der Schwangerschaft auf  die richtige Zahnpflege achten. Durch den Einfluss der Hormone wird das Zahnfleisch während der Schwangerschaft stärker durchblutet und die Gefäße schwellen an. Dadurch kann es öfter mal zu Zahnfleischbluten kommen, da diese Mundpartie schon auf kleinste Berührungen empfindlich reagiert. Sie sollten deshalb aber nicht weniger sorgsam putzen. Im Gegenteil! Durch mangelnde oder nachlässige Pflege entstehen häufiger Parodontose (Zahnbettentzündung) und Karies.

So putzen Sie richtig


Um das ohnehin so empfindliche Zahnfleisch nicht zusätzlich zu strapazieren, putzen Sie Ihre Zähne mit einer weichen Bürste. Seien Sie dabei besonders gründlich. Und auch wenn es schwer fällt: zwei bis drei Minuten sollten Sie Ihre Zähne schon putzen. Wenn Sie es nicht sowieso schon tuen, sollten Sie sich ein gewisses Chema beim Putzen angewöhnen. Fangen Sie zum Beispiel mit der Ausenseite des Oberkiefers an: oben rechts, über die mitte und dann die linke Seite. Dann das gleiche mit dem Unterkiefer und am Schluss noch die Kauflächen reinigen. Versuchen Sie darauf zu achten nicht zu fest aufzudrücken, sonst ist das Zahnflesichbluten vorprogrammiert.

Noch einfacher ist das Zähneputzen natürlich mit einer elektrischen Zahnbürste. Gut 50 Prozent der Deutschen verlassen sich in puncto Zahnhygiene inzwischen auf die elektrische Variante. Sie verzeiht Fehler bei der zahnärztlich empfohlenen Putztechnik. Die Arbeit auch die Zahnzwischenräume gründlich zu reinigen nimmt Sie Ihnen aber auch nciht ab. Zanhseide oder Mikrobürsten sind in der Schwangerschaft ebenfalls ein Muss.

Häufige Zahnbeschwerden


Während der Schwangerschaft gehören aber nicht nur Zahnfleischentzündungen zu den Hauptproblemen. Vor allem in der zweiten Hälfte der Schwangerschaft trott häufig auch eine Mundschleimhautentzündung auf. Etwa 30 bis 70 Prozent der Schwangeren sind davon betroffen. Wesentlich seltener (etwa 10 %) ist eine Wucherung des Zahnfleisches. Aber keine Angst, diese sind absolut gutartig und verschwinden nach der Schwangerschaft von alleine beziehungsweise können vom Zahnarzt nach der Schwangerschaft gut behandelt werden. Auch Karies muss Ihre Zähne während der Schwangerschaft nicht zwingend befallen. Ein kariesfreier Mund bleibt meist auch weiterhin kariesfrei. Allerdings begünstigen die neuen Schwangerschaftshormone, dass er sich ausbreiten kann. Der Speichel setzt sich wegen der Hormone anders zusammen und hat beispielsweise einen erhöhten Säuregehalt.

"Jedes Kind kostet einen Zahn" - was ist dran an der Redewendung und was können Schwangere für ihre Zahngesundheit tun? Das erfahren Sie im Video.
Zahnproblemem vorbeugen?

Die schlechte Nachricht: da die Zahnprobleme in der Schwangersachaft durch die Hormonumstellung verursacht werden können Sie ihnen auch nicht wirklich vorbeugen. Die richtige Pflege und eine gute Mundhygiene ist das einzige das helfen kann, dass keine größeren Beschwerden auftreten.

Auch mit der richtigen Ernährung in der Schwangerschaft können Sie Ihre Zähne unterstützen. Milch und Käse enthalten viel Kalzium und das stärkt die Zähne - und zwar nicht nur Ihre. Auch für die Entwicklung für das Baby ist genügen Kalzium wichtig. Vor allem für den Knochenaufbau aber natürlich auch für die Zähne braucht das Baby diese wichtigen Mineralstoffe und holt Sie sich aus dem Blut der Mutter. Damit für Sie genug übrig bleibt sollten Sie also immer die empfohlenen Tagesportion zu sich nehmen.
Die Gewohnheit, mehr Zeit für Ihre Zahnpflege aufzuwenden sollten Sie auch nach der Geburt beibehalten. Denn Sie können Ihr Neugeborenes über Ihren Speichel mit Karies anstecken. Das heißt, auch das Baby kann - sobald es Zahnt - Karies bekommen. Für die Kleinen unnötige Schmerzen, da Sie sich leicht vermeiden lassen. Ohnehin sollten Sie Ihren Kinder früh die richtige Zahnpflege lernen. So bleiben Kinderzähne länger gesund und der Besuch beim Zaharzt wird nicht zur Mutprobe.
Behandlungen beim Zahnarzt während der Schwangerschaft
Die regelmäßigen Kontrolluntersuchungen beim Zahnarzt gehören natürlich auch für Sie als Schwangere zur wichtigen Vorsorge. Falls größere Behnadlungen anstehen, müssen Sie keine Angst um Ihr Baby haben: lokale Betäubungsmittel sind absolut ungefährlich. Mit dem Einsetzen von Amalgamfüllungen sollten Sie allerdings bis nach der Geburt warten beziehungsweise sogar bis nach der Stillzeit.

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