Zahnwechsel bei Kindern: Tut nicht weh


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Zahnwechsel bei Kindern: Tut nicht weh

Anders als beim Milchgebiss merken Kinder nichts davon, wenn die „Zweiten“ kommen. Denn die schieben sich einfach in die Lücke, die der Milchzahn für sie „frei gehalten“ hat. Weh tut der Wechsel auch deshalb nicht, weil die Wurzel des Platzhalters durch den nachrückenden bleibenden Zahn einfach aufgelöst wird.
Der Durchbruch der bleibenden Zähne erfolgt in zwei Phasen. Zunächst wächst hinter den letzten Backenzähnen der „Sechsjahresmolar“, ein Backenzahn, der im Milchgebiss noch fehlte. Dann fallen die Schneidezähne in Ober- und Unterkiefer aus, die neuen sind bis zum Alter von siebeneinhalb Jahren nachgewachsen. Nach einer kleinen Ruhephase findet dann zwischen etwa neun und zwölfeinhalb Jahren der Austausch der Eck- und Backenzähne statt. Beim Zahnwechsel kann aber schon mal etwas „schiefgehen“. Dann schiebt sich ein Zahn vor den anderen. Das passiert, wenn der Milchzahn sehr fest sitzt und die Wurzel nicht rechtzeitig aufgelöst wurde. Was macht man dann? Den hartnäckigen Beißer etwa einfach mechanisch entfernen? „Gezogen werden muss der Milchzahn nur in seltenen Fällen“, beruhigt die Hamburger Kinderzahnärztin Dr. Melanie Bock, „nämlich nur dann, wenn er auch nach dem vollständigen Durchbruch des zweiten Zahns nicht ausgefallen ist oder wenn Passprobleme zu erwarten sind.“