Zusammen spielen fördert das Immunsystem

Ein bisschen Schmutz schadet nicht, so sagt man. Aber stimmt das? Ja, denn nur ein beschäftigtes Immunsystem lernt, mit Krankheitserregern umzugehen. Lese Sie hier mehr dazu.


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Zusammen spielen fördert das Immunsystem



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Babys Immunsystem braucht kleine Herausforderungen: Blitzeblank sauber muss und soll die Umgebung für das Baby gar nicht sein.


Also heißt das erste Gebot: Babys ruhig früh mit anderen Kindern, mit Sand und Dreck in Kontakt kommen lassen. „Denn genauso wie man Kinder mental fördert, kann man auch ihr Immunsystem fördern. Indem man es möglichst viele Erfahrungen machen lässt - aber in dosierter Art und Weise. Das Immunsystem saugt die Informationen dann auf wie ein Schwamm.“

Das bedeutet auch: Zu viel Hygiene schadet dem Immunsystem eher. Und kann sogar die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass eine Allergie entsteht. Weil das Immunsystem dann plötzlich Stoffe abwehrt, die dem Körper eigentlich nicht schaden, wie Blütenpollen oder Tierhaare.
Ein beschäftigtes Immunsystem schützt vor Allergien
Zudem belegt eine Studie, dass Kinder aus der ehemaligen DDR, die früh eine Kinderkrippe besucht haben, nach der Wende weniger Asthma und Allergien hatten. Das kann also bedeuten: Wenn ein Kind viele Infekte durchmacht, wird sein Immunsystem „sinnvoll“ beschäftigt, sodass Allergien ausbleiben.

Für die Eltern heißt das auch: Keine Desinfektionsmittel verwenden. Milde Allzweckreiniger reichen für die Wohnung aus. Die Wickelauflage beispielsweise sollte nur mit Wasser gereinigt werden. Ist sie stark verschmutzt, kann man auch verdünnten Essig nehmen. 
Stress stört die Balance des Immunsystems
Im Sommer hilft ein Platz im Schatten dem Immunsystem. Denn zu viel Sonnenbestrahlung überfordert es. „Bei langem Aufenthalt in der Sonne entstehen tote Zellen, die vom Immunsystem ,weggeräumt' werden müssen“, erklärt Werner Solbach. Und das bringt die empfindliche Balance des Systems durcheinander.

Ein gestörtes Gleichgewicht ist ein Grund, warum auch Leistungssportler oft kein robustes Immunsystem haben: „Wenn sie zu viel des Stresshormons Cortisol im Blut haben, kann die Balance zwischen guten und schlechten Immunreaktionen gestört werden. Das Mittelmaß ist deshalb das Beste“, sagt der Mediziner. „Vielfältigkeit, was die Auseinandersetzung mit Erregern betrifft, und eine ausgewogene Lebensweise unterstützen das Immunsystem optimal.“ Das gilt natürlich auch schon für die Allerkleinsten.


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