
Viele Wehwehchen beim Baby können Sie mit Homöopathie selbst behandeln. Hier finden Sie zahlreiche Tipps rund um die Homöopathie fürs Baby. Aber: Im Zweifel oder bei Notfällen sollten sie immer zum Arzt gehen!
Schmerzmittel? Fieberzäpfchen? Wenn Babys krank werden, will man nichts riskieren – aber beim Gedanken an Arzneien und mögliche Nebenwirkungen macht sich schon ein mulmiges Gefühl breit. Lieber würde man die Kleinen schonend gesunden lassen. Sanfte Heilung verspricht die Homöopathie und ist damit in vielen Fällen eine Alternative zur Schulmedizin. Gerade bei akuten Erkrankungen wie Fieber, Durchfall oder Ohrenschmerzen bietet die Heilmethode effektive Hilfe.
Ihre Vorteile: Sie ist einfach anzuwenden, der kleine Körper wird nicht unnötig mit Chemie belastet. Und: Vor allem Kinder und Babys sprechen gut auf die therapeutischen Reize homöopathisch aufbereiteter Wirkstoffe an. Das Entscheidende ist: Homöopathie aktiviert die Selbstheilungskräfte des kindlichen Körpers und unterstützt so das im Aufbau befindliche Immunsystem. Wie das funktioniert? Ganz einfach.
Die Kernthese des Homöopathie-Erfinders Samuel Hahnemann lautet: Ähnliches hilft! Damit unterscheidet sich sein Konzept grundlegend von der Schulmedizin, die stets das Gegenmittel sucht. Ein Beispiel: Wirkstoffe der Küchenzwiebel (Allium cepa) rufen bei Gesunden eine laufende Nase und tränende rote Augen hervor. In der Homöopathie wird die Zwiebel als Wirkstoff eingesetzt, um Schnupfen zu bekämpfen, der vergleichbare Symptome hat.
Grundlage dieser sanften Medizin ist die individuelle Behandlung. Anders als die Schulmedizin orientiert sich die Homöopathie nicht nur am Befund, sondern auch am Befinden des Patienten. Denn: Schnupfen ist nicht gleich Schnupfen, er kann sich schleimig, flüssig, gelb oder grünlich äußern. Vor der Mittelgabe werden deshalb Symptome und Allgemeinbefinden überprüft. Das ist gar nicht so schwer. Deshalb können Eltern, die ihr Baby genau beobachten, viele Erkrankungen ihres Babys in Eigenregie zu Hause therapieren. Im Zweifel oder bei Notfällen sollten sie aber immer zum Arzt gehen!
Blähungen, Blessuren, Bauchweh - die Homöopathie kennt dagegen viele wirksame Mittel. Die Faustregel für die Behandlung alltäglicher Wehwehchen lautet: Bei akuten Symptomen und am ersten Krankheitstag gibt man Babys und Kleinkindern stündlich - je nach Zustand - 3 bis 5 Globuli in der Potenz D6 (außer wenn im Folgenden anders angegeben). Danach wird die Dosis auf 2- bis 4-mal täglich reduziert. Sollten die Beschwerden sich kurzfristig verstärken, kann das ein Zeichen dafür sein, dass die Arznei anschlägt.
Wer sich nicht sicher ist, sollte zum Arzt gehen, besonders, wenn sich der Allgemeinzustand des Kindes verschlechtert oder Fieber rasch ansteigt. Wer mehr über Homöopathie wissen möchte, sollte sich an einen homöopathisch behandelnden Kinderarzt oder Heilpraktiker wenden.

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