
So einzigartig jedes Kind ist, so individuell geht es auch mit seiner Krankheit um. Ein Patentrezept für eine schnelle Genesung gibt es nicht.
Dr. Peter Franke hat das Phänomen in seiner Rendsburger Kinderarztpraxis häufig beobachtet: „Eine große Rolle spielt dabei, welche Vorbilder der Nachwuchs für sein Verhalten findet. Während kleinere Kinder sich - je nach Geschlecht - eher abschauen, wie Mama oder Papa jetzt reagieren würden, orientieren sich ältere Kinder in ihrer Krankheitsbewältigung eher an den Strategien des coolen Onkels, der witzigen Tante oder des beliebtesten Klassenkameraden.“
Glücklicherweise handelt es sich bei einer Erkältung im Normalfall um harmlose Infekte, deren heftigste Symptome nach drei Tagen überstanden und nach einer Woche auskuriert sind.
Schuld an den grippeartigen Infekten sind über 200 verschiedene Viren, die sich sommers wie winters in der Luft tummeln und über Tröpfcheninfektion verbreitet werden. Bei ihren Wirten setzen sie sich dann in den Atemwegen (Nase, Mund und Rachenraum) fest. Weil die Abwehrkräfte des Nachwuchses sich aber noch im Aufbau befinden und keinen ausreichenden Widerstand bieten, haben die Eindringlinge ein leichtes Spiel. Die Folge:
Während Kindergartenkinder pro Jahr noch sechs bis acht mehr oder minder starke Infekte zu bewältigen haben, nimmt die Anzahl im Schulalter ab; dann sind es nur noch etwa vier. Ursache für die sinkende Anfälligkeit ist ein mittlerweile recht
gut trainiertes Immunsystem, das mit den Viren zunehmend leichter und schneller fertig wird. Genau dabei braucht der Körper der Kinder ein wenig Unterstützung.
Erkältung bei Kindern: gibt kein Patentrezept
Während das eine Kind selbst kalte Abwaschungen klaglos über sich ergehen lässt, wird sich das andere mit Händen und Füßen gegen eine solche Rosskur wehren. Allerdings gibt es für jedes Kind - je nach Temperament und Vorbild - individuelle Mittel und Maßnahmen, die ihm dabei helfen, schnell wieder gesund zu werden.
Gerade Erkältungen sind gut geeignet, um festzustellen, welcher Patiententyp Ihr Kind ist und welche Strategien ihm am besten helfen. Lesen Sie im Folgenden die Tipps von Kinderarzt Franke:
> Märchen
Musikalische Früherziehung: Musik fördert die Entwicklung des Kindes.