Kinder haben feinere Geschmacksnerven
Der Genuss ist beim Thema „Schmecken“ nur eine angenehme Begleiterscheinung, denn entwicklungsbiologisch betrachtet, geht es um etwas völlig anderes: Mit dem Geschmack sollen die Qualität und die Verträglichkeit der Nahrung geprüft werden. Nur so kann der Körper gesund bleiben. Für Kinder ist das während des Wachstums besonders wichtig und deshalb sind sie im Geschmacks-Check auch wahre Meister.
„Kinder haben äußerst feine Geschmacksnerven, um die sie jeder erwachsene Gourmet beneiden würde“, sagt Hanni Rützler. Und sie setzen sie sehr kritisch ein. „Was der Bauer nicht kennt, dass isst er nicht“ - dieses Prinzip haben Kinder quasi erfunden. Mit gutem Grund, denn schließlich können sie ja nicht sicher sein, ob ihnen die unbekannten Lebensmittel auch wirklich bekommen. Da ist Vorsicht eine kluge Strategie.
Dafür können sie aber auch den fünften Tag hintereinander noch voller Genuss Spaghetti essen, weil sie damit auch die vergangenen vier Tage allerbestens gefahren sind.

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