Auf keinen Fall sollten Eltern ihr Kind ständig verbessern, es ermahnen, langsam zu sprechen, oder es auffordern, sich zu beruhigen. Dann entsteht ein Teufelskreis: Je mehr Aufmerksamkeit Erwachsene den Unflüssigkeiten schenken, desto mehr wird sich das Kind bemühen, „anständig“ zu sprechen - und sich dabei nur noch mehr stottern. Helfen können Eltern, indem sie ruhige Gesprächssituationen schaffen und dabei deutlich und vor allem nicht zu schnell mit ihnen sprechen. „Sie sollten auch keinen Druck ausüben, indem sie ihrem Kind viele Fragen hintereinander stellen oder es vor anderen auffordern, etwas zu erzählen“, sagt Logopädin Silke Engel.
Die Hauptphase in der ein Kind stottert kann unterschiedlich lang ausfallen. Eltern sollten sich in dieser Zeit zurückhalten und darauf achten, das Kind nicht immer wieder zu verbessern, denn irgendwann gewöhnt man sich an den etwas holprigen Sprachfluss seines Schützlings. Die Sorgen, dass das Stottern für immer bleibt erweisen sich nach einigen Monaten fast immer als unbegründet. Auch wenn die Sprache nicht vom einen auf den anderen Tag perfekt wird, verhaspeln sich Kinder schließlich nur noch in aufregenden oder unangenehmen Situationen.

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