Von der Windel zum Töpfchen: So gelingt's

Fürs Baby ist es von der Windel zum Töpfchen manchmal ein langer Weg. Wie Sie Ihr Baby beim Trockenwerden unterstützen können - und warum Geduld dabei so wichtig ist.


(0)

Melden Sie sich in unserer Community an, um Beiträge zu Ihren Favoriten hinzuzufügen.

Jetzt anmelden

Wann mit dem Töpfchen-Training beginnen?


In der Regel dauert das Windelalter gut zweieinhalb Jahre. Um das Projekt "Windel weg" anzugehen, ist der Sommer nach dem 2. Geburtstag besonders gut geeignet. Denn bei warmen Temperaturen merken die Kinder, dass das Leben ohne Windel ziemlich bequem sein kann. Außerdem tragen Sie im Sommer wenig Kleidnung, sodass das "Auspacken" sehr viel leichter ist und schneller geht. Auch die Sprachentwicklung bei Babys in diesem Alter ist schon soweit voran geschritten, dass sie es sagen können, wenn sie auf die Toliette müssen. Und zuletzt kann das Kind mit ca. 30 Monaten auch schon so gut laufen, dass es den Weg zur Toilette selbst bewältigen kann.
Trocken werden - eigentlich kein gewaltiges Projekt
Einige Eltern haben sogar den Mut, bereits im 1. Lebensjahr windelfrei zu leben. Dagegen spricht nichts - es kann nur äußerst anstrengend werden. Und obwohl Windeln nicht das weltbeste Milieu für empfindliche Babyhaut sind, hat sie der technische Fortschritt mittlerweile sehr verträglich gemacht.

 Das könnte Sie interessieren: Trocken werden - so gelingt's

Ihr Kind ist mit 4 Jahren noch nicht trocken? Warum das kein Grund zur Sorge ist und wie Sie es nun unterstützen können.


Für viele junge Eltern wirkt es so, als wäre das Trocken werden von Kleinkindern ein gewaltiges Projekt. Manche sind dann enttäuscht, ausgerechnet in der Kinderarztpraxis zu erfahren, dass der genaue Zeitpunkt des Windelstopps einem erfahrenen Kinderarzt ziemlich gleichgültig ist: "Wir interessieren uns für die sogenannte Sauberkeitserziehung als Mediziner zum Erstaunen vieler Eltern erst einmal gar nicht" sagt Dr. Sabine Caspers, Kinderärztin in Hamburg, "genauso wenig wie wir stolz darauf sind, wenn ein Kind seine 1. Schuhe bekommt. Trocken werden ist kein Zeichen von Intelligenz."

Ein zuverlässiges Zeichen dafür, dass sich ein Baby toll entwickelt und seine Eltern Großes leisten, ist es erst recht nicht: Denn die "größten Erfolge" im Trockenlegen wurden ja zu Zeiten erbracht, als man Kinder noch so richtig dressiert hat - zuweilen ziemlich rabiat. Das funktioniert tatsächlich, sagt Dr. Caspers, passt aber eher in den Hamsterkäfig als in eine Familie. Und zu erklären ist es wohl am ehesten aus dem gewaltigen Aufwand, den auszukochende Stoffwindeln, Waschzuber und Gummihosen unseren Großmüttern bereitet haben.

So werden Kinder trocken
  • 1 / 7
    Vorbild sein

    Kinder sind neugierig und wollen alles nachmachen, was sie bei älteren Geschwistern und den Eltern sehen - inklusive dem Gang zur Toilette. Wenn es will, sollten Sie das Kleinkind mit aufs stille Örtchen nehmen.

  • 2 / 7
    Auf Signale achten

    Ihr Kind zeigt Ihnen, wann es reif ist, trocken zu werden. Typische Anzeichen: das Kind trippelt, fasst sich an die Windel, zeigt auf die Toilette, öffnet die Tür zum WC, verzieht das Gesicht, wird unruhig oder sagt einfach, dass es mal muss. Vor dem Auftauchen dieser Signale macht es keinen Sinn, sein Kind zum „Töpfchen“ zu erziehen.

  • 3 / 7
    Die richtigen Hilfsmittel

    Töpfchen in Tier- oder Autoform und Toilettenaufsätze mit kleiner Treppe sind geeignete Hilfsmittel. Bei einem Töpfchen ist es wichtig, dass es nicht irgendwo in der Wohnung benutzt wird, sondern im Bad - so gewöhnt sich Ihr Kind von Anfang an, dorthin zu gehen, wenn es mal muss. Loben Sie Ihr Kind, wenn es Platz genommen hat; es ist eine große Leistung, den Harndrang bewusst wahrzunehmen, sich zu melden und mit dem Gang aufs Klo in Verbindung zu bringen.

  • 4 / 7
    Zur Probe

    Das Kind sollte immer wieder tagsüber aufs Töpfchen gesetzt werden; aber nur dann, wenn sich abschätzen lässt, dass die Blase voll ist, rät der Kinderarzt Dr. Niederhoff.

  • 5 / 7
    Am Tag und in der Nacht

    Zuerst werden Kinder tagsüber trocken; nachts sollte die Windel am Anfang noch anbleiben. Ist sie etwa zwei Wochen lang nachts trocken geblieben, können Sie sie weglassen. Zwischen Matratze und Bettbezug gehört dann ein wasserfester Schutz. Direkt vor dem Zubettgehen auf jeden Fall nochmals aufs Töpfchen gehen lassen!

  • 6 / 7
    Eroberung der Toilette

    Wenn sich der Gang aufs Töpfchen eingespielt hat, ist als Nächstes die „richtige“ Toilette dran. Am Anfang braucht das Kind dabei vielleicht noch etwas tatkräftige Hilfe; bald wird sie nicht mehr nötig sein. Ein Toilettenaufsatz oder ein rutschfester Schemel erleichtern den Aufstieg.

  • 7 / 7
    Ein Malheur?

    Überhaupt kein Problem, das passiert jedem Kind mal. Also bitte nicht schimpfen oder tadeln, wenn die Hose einmal nass ist. Das gehört zur Umstellung meistens dazu.







mehr zum Thema
Entwicklung
Artikel kommentieren
Login