Gesunde Ernährung: Eltern als Vorbild

Nach und nach wird Ihr Baby zum kulinarischen Entdecker. Eine gute Gelegenheit für die ganze Familie, die eigenen Essgewohnheiten einmal kritisch zu überdenken: Denn jetzt ist die Zeit gekommen, dem Baby auch in Sachen Ernährung ein gutes Vorbild zu sein.


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Jetzt geht die spannende Reise kulinarischer Entdeckungen richtig los: Nach dem 1. Geburtstag wird Ihr Baby zwar nicht schlagartig zum Kleinkind, aber Schritt für Schritt zum kulinarischen Eroberer. Ein Ausblick auf das zweite Lebensjahr ist daher ein Einblick in die ungeahnte Vielfalt am Familientisch. Denn dort ist jetzt der Stammplatz des Nesthäkchens. Täglich eine Gemüse- oder Fleischmahlzeit, ein Milch-Getreide-Brei, ein Getreide-Obst-Brei und zwei gesunde Zwischenmahlzeiten: Das sollte um den ersten Geburtstag Stand der Dinge sein.

Danach aber wird's immer bunter - genauso bunt wie Ihre Familienkost! Eine gute Gelegenheit für die ganze Familie, die eigenen Essgewohnheiten einmal kritisch zu überdenken: Denn jetzt ist die Zeit gekommen, dem Baby auch in Sachen Ernährung ein gutes Vorbild zu sein. Und das funktioniert, denn noch sind die Eltern die „Meister“ des Speiseplans. Diese Zeit sollte man nutzen, um die richtigen Weichen für ein ganzes Leben zu stellen. Spätestens mit dem Kindergarten-Start sollte das Kind dann ein gutes Grund-Repertoire an Lieblingsspeisen haben, die lecker schmecken und einer einseitigen Ernährung keine Chance geben! Neugier des Babys nutzen
Dabei können die Eltern die natürliche Neugier ihres Babys gezielt nutzen. Denn erstens hat das Kind generell an allem Interesse, was die Eltern machen - auch an ihren Speisen. Und zweitens strahlen auch die Lebensmittel selbst einen Reiz aus, der mit vielen Fragen verbunden ist. Entsprechend spannend sind die Antworten, etwa wenn eine Weintraube zwischen den Milchzähnen knackt, endlose Spaghettischlangen im Mund verschwinden oder ein gedünsteter Maiskolben angenagt wird.

Wichtig:
Lassen Sie Ihr Baby ruhig auch mal mit den Händen zugreifen, denn das macht die sinnliche Erfahrung von Nahrungsaufnahme und Geschmack noch intensiver. Klassisches Fingerfood wie Gemüsesticks, Ofenkartoffeln und jede Art von Rohkost bieten sich an. Je mehr feste Nahrung am Familientisch „in“ ist, desto mehr sollte das Fläschchen „out“ sein. Schon im zweiten Lebenshalbjahr lassen sich Kinder an Lerntasse oder Becher gewöhnen. Bis zum 2. Geburtstag sollte das Fläschchen im Keller verschwunden sein, spätestens mit dem Kindergartenstart auch der Schnuller. Wie viel Süßes?
Und wie steht es mit Süßigkeiten? Die sollten auch nach dem 1. Geburtstag besser die große Ausnahme bleiben. Denn wer sein Kind nicht mit Schokolade, Riegeln und gezuckerten Getränken auf „süß“ trimmt, wird erstaunt sein, wie gern es z.B. zum zweiten Frühstück oder am Nachmittag Obstschnitze, ein kleines Müsli oder mal einen Joghurt (nur mit Fruchtzucker) isst.