Nach 5 Monaten mit dem Zufüttern beginnen

Geduld und Gelassenheit: das empfielt sich, wenn Sie mit dem Zufüttern beginnen. Schließlich müssen sich kleine Entdecker erst mal mit der neuen Konsistenz, dem neuen Geschmack und dem Löffel vertraut machen. Beginnen sollten Sie mit dem Zufüttern ab etwa dem fünften Monat.


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Das zweite Lebenshalbjahr ist der Auftakt für große Entdeckungen: Denn nach 5-6 Monaten reinen Stillens oder Fläschchenkost beginnt allmählich das Zufüttern. Frühere Beikost bringt kaum einen ernährungsphysiologischen Vorteil, erhöht aber das Allergierisiko, warnen Kinderärzte. Beim Heranführen an die ersten Breimahlzeiten empfehlen sich Geduld und Gelassenheit: So dürfen sich die ersten Ansätze des Zufütterns ruhig auf wenige Löffel beschränken, schließlich müssen sich kleine Entdecker erst mal mit der neuen Konsistenz, dem neuen Geschmack und dem Löffel vertraut machen. Dabei nur nichts überstürzen! Alles Weitere regelt normalerweise ohnehin der wachsende Appetit des Sprösslings. Den Löffel sollten kleine Essanfänger ruhig schon mal ausgiebig untersuchen dürfen. Und dabei evtl. auch das Ablutschen des ersten Bestecks üben. Apropos Ablutschen: Die Eltern sollten es unterlassen, denn damit können sie Karieserreger und Pilze aufs Baby übertragen. Eine neue Zutat pro Woche erweitert das Brei-Spektrum
Und was soll man füttern? Beginnen Sie mit nur einer Sorte Brei, zum Beispiel Frühkarotte. Nach der ersten Eingewöhnung von einigen Tagen kann der Speiseplan pro Woche um maximal eine neue Zutat bereichert werden. So erkennen Sie mögliche Unverträglichkeiten rechtzeitig und können die kritische Zutat zunächst wieder weglassen. Als erste Zutaten empfehlen sich Kartoffeln, gefolgt z.B. von Zucchini, Pastinaken, Kürbis und Gurke. Zwei- bis dreimal in der Woche sollte das Gemüse mit 20-30g magerem Fleisch (Huhn oder Rind) angereichert sein, um den Eisenbedarf zu decken. Etwa vier Wochen nach der ersten Karottenkost sollten die Eltern die zweite feste Mahlzeit des Tages servieren: einen Milch-Getreide-Brei, bestehend aus ca. 200g Milch, 20g Getreideflocken und 20g Obstsaft oder -püree. Und weitere vier Wochen später kommt mit einem Getreide-Obst-Brei die dritte feste Kost auf den Tisch. Beispiel: 100g Obst, 90g Wasser, 20g Getreideflocken, 5g Butter. Ab dem 10. Monat empfehlen sich zwei weitere Mahlzeiten mit frischem Obst oder Gemüse, Brot, Käse oder magerer Wurst. Dagegen sind Allergieauslöser wie Kuhmilch (außer im genannten Brei), Nüsse, Eier, Sojaprodukte und Schokolade im ersten Lebensjahr tabu. Und die Getränke? Empfehlenswert sind stilles Wasser, ungesüßte Tees und Saftschorlen nur mit fruchteigenem Zucker. Geeignete Gefäße sind nun immer mehr Trinklerntasse und Becher anstelle des Fläschchens.