Baby muss lernen Haustier richtig zu behandeln


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Baby muss lernen Haustier richtig zu behandeln

Umgekehrt fehlt dem Baby noch die Feinmotorik, um das Haustier rücksichtsvoll zu berühren: Da wird gern mal herzhaft zugefasst und das Fell gegen den Strich geschrubbt. Grundregel: Behandle das Haustier, wie du selbst behandelt werden willst. Das lässt sich einfach vermitteln, sagt Psychologe Michael Thiel: „Führen Sie am Anfang die Hand des Kindes beim Streicheln. Wenn es zu sehr am Fell zieht, ziehen Sie Ihrem Kind ganz leicht an den Haaren und sagen Sie: So fühlt sich das beim Tier auch an! Und loben Sie Ihr Kind, wenn es sich feinfühlig dem Tier gegenüber verhält.“ Doch auch ganz normales Kinderverhalten kann für das Haustier ein Stressfaktor sein: Auf Hunde zurennen oder plötzliches Herüberbeugen kommen als Bedrohung an, und ihnen in die Augen zu starren, wird als Aufforderung zum Rangfolge-Kampf verstanden: Na, wer von uns ist der Stärkere? Der Umgang mit diesen tierspezifischen Reaktionen muss trainiert werden; und das geht mit einem entspannten Haustier allemal besser als mit einem gestressten. Deshalb brauchen Hunde und Katzen Regenerationsmöglichkeiten und Ruhezonen. Das Baby muss wissen: Das Haustier ist tabu, wenn es trinkt oder frisst und wenn es in seiner Ecke liegt. Umgekehrt sollte das Kinderzimmer für Tiere untersagt bleiben, außer wenn man sie ausdrücklich hereinlässt. Und selbst dann gehören sie niemals ins Bett! Abgesehen von hygienischen Einwänden, deutet ein Hund dies als Aufstieg in der Rangfolge: „Der Platz des Hundes ist auf dem Boden“, erklärt Ute Baumeister.


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