Begabungen müssen sich entwickeln


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Begabungen und Talente müssen gefördert werden

Erfolg ist ein wesentlicher Gradmesser für das Talent. Was kann das Kind besser als andere? Wo macht es schnell Fortschritte? Gerade im sportlichen, musischen und künstlerischen Bereich fallen gute Leistungen und Begabungen auf - auch Trainer oder Lehrer haben einen Blick auf das Kind und können gefragt werden.
Dabei ist klar: „Talent ist nicht nur eine einzelne Spezialfähigkeit“, sagt Gerald Hüther. „Auch Mozart konnte mehr als nur gut komponieren - er hatte eine unendlich vielfältige Beziehung zur Musik.“ Damit ein Talent sich entfalten kann, braucht es Förderung - nur in Ausnahmefällen entwickeln sich Talente von ganz allein. Bis zur Einschulung allerdings kommt es vor allem darauf an, dass Kinder durch die Erfahrungen, die sie machen, ganzheitliche Kompetenzen erwerben, sagt Hüther. „Frustrationstoleranz, Motivierbarkeit, Flexibilität - wer dauerhaft Erfolg haben und Durststrecken überwinden will, kommt ohne diese Tugenden nicht aus.“ Wann welche Spezialförderung sinnvoll ist, unterscheidet sich von Bereich zu Bereich und hängt davon ab, wie weit es das Kind bringen soll und will. Virtuose Geigenspieler zum Beispiel haben in der Regel vor dem 6. Lebensjahr mit dem Üben begonnen; für Spitzensportler liegt die beste Zeit der motorischen Entwicklung für spezifisches Training zwischen acht und zwölf Jahren. Die wiederum für analytisches Denken wichtigsten Verbindungen im Gehirn bilden sich besonders während der Grundschuljahre.