Der Countdown zum Kindergeburtstag läuft


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Der Countdown zum Kindergeburtstag läuft

„Hey!“, ruft mein Freund Manfred. „Kindergeburtstag! Toll! Darf ich mithelfen?“ Bitte was? Ich lass mich doch nicht veräppeln! „Werde jetzt nicht zynisch“, zische ich. „Keine unnötigen Witze!“ Ich sitze über der Kindergeburtstagsliste. Es ist eine lange Liste. Sie wissen schon: Luftballons, Schokoküsse, Gewinne, Luftschlangen, Papiertischdecke, Dekoration für Geburtstagskuchen kaufen, Bettbezüge raussuchen (Sackhüpfen), Wohnung freiräumen … Manfred lässt nicht locker. „Ich meine das im Ernst!“, sagt er. „Das ist doch ein Riesenspaß! Mensch, lass mal überlegen, was wir da alles Tolles machen können!“ Kurz und gut: Manfred freut sich tatsächlich aufrichtig auf die Kindergeburtstagsparty meines fünfjährigen Sohnes. Das hat einen ganz einfachen Grund: Er hat dieses wundervolle Erlebnis, eine Bande Vorschulkinder bei Laune zu halten, noch nie genossen. Gut, denke ich. Du hast es so gewollt. Du wirst eine Erfahrung der ganz besonderen Art machen! Am meisten freut sich natürlich mein Sohn Berry: „Wie viele Tage noch? Wiiiiiiie viele Tage noch bis zu meinem Geburtstag?“ Ungefähr zum zehnten Mal an diesem Tag gehen wir zum Kalender und zählen: „1, 2, 3, … 27, 28, 29!“, strahlt mein Kind. „Das ist nicht viel. Sag noch mal, was wir alles machen. Das Spiel mit der Schlange wieder, ja? Wo wir immer so hopsen, ja?“ Die Vorfreude auf ihre Party ist ein anrührendes Geschenk, das Geburtstagskinder ihren Eltern machen. Das allein schon lohnt die Planung. Und die ist nicht ohne. Berry hat sich einen Dschungelgeburtstag gewünscht. Meine Kollegin Martina organisierte für ihren Sohn Moritz (8) eine Harry-Potter-Party. Die Kinder kamen als Zauberlehrlinge verkleidet, die Dekoration war zauberhaft. Themenpartys liegen im Trend - wo alles so schön bunt ist in unserer Spaßgesellschaft, darfs für manche Eltern auch am Kindergeburtstag etwas mehr sein. Weil sich manche Sachen Gott sei Dank nie ändern, bleiben die Spiele gleich. Topfschlagen, Eierlaufen, Sackhüpfen und die Reise nach Jerusalem machen unsere Kinder - egal ob verkleidet oder hübsch aufgerüscht - heute noch genauso glücklich wie damals uns selbst.