Dialekt im Kindergarten?

In Züricher Kindergärten dürfen die Erzieher ab sofort nur noch Dialekt mit den Kindern sprechen. Migrantenkinder sollen so besser integriert werden.


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Kindergärtnerin liest Kinder etwas vor

Schwyzerdüütsch im Morgenkreis: Durch eine Volksinitiative entschieden die Züricher Bürger, dass Kindergärtner während der Arbeit nur noch Dialekt sprechen dürfen.



"Ja zur Mundart im Kindergarten" heißt die Schweizer Volksinitiative, für die sich in Zürich nun eine klare Mehrheit der Bürger ausgesprochen hat. In der Konsequenz bedeutet das, dass Züricher Kindergärtner ab sofort nur noch im Dialekt mit den Kindern sprechen dürfen.

Dialekt im Kindergarten für bessere Integration

Das überparteiliche Initiativkomitee möchte mit seinem Vorschlag zum einen erreichen, dass "ein sinnvoller und kindgerechter, nachhaltiger Spracherwerb" für Kindergartenkinder gesichert wird. Außerdem sind die Initiatoren der Ansicht, dass mit Schwyzerdüütsch als einzige Unterrichtssprache im Kindergarten "eine optimale sprachliche Integration" von Migrantenkindern erreicht werden kann.

Unterricht in Hochdeutsch führe nicht zu besseren Schulleistungen Wie die Initiative außerdem betont, sei nicht belegt, dass eine konsequente Kindergartenerziehung auf Hochdeutsch später zu besseren Leistungen in der Schule führe. Bisher setzte man in der Schweiz auf eine flexible sprachliche Regelung des Kindergarten- und Schulunterrichts. Dabei wurde sowohl der Dialekt Schwyzerdüütsch, sowie Hochdeutsch verwendet. Kantons- und Regierungsrat, sowie der Züricher Lehrerinnen- und Lehrerverband und die Schulpräsidien sprachen sich gegen die Initiative aus. (tat)





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