Die Kindergeburtstags-Party beginnt


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Die Kindergeburtstags-Party beginnt

16 Uhr: Die Gäste sind da. Berry empfängt sie schüchtern und überglücklich. Ich hole tief Luft und eröffne die Kaffeetafel. Berry thront stolz am Kopfende des Tisches, noch etwas befangen sitzen die anderen Kinder da und krümeln den Boden voll. Jeder darf einmal Essenskönig sein und mit der Krone auf dem Kopf „Stopp!“ rufen. Dann müssen die anderen sofort ganz starr und still sein, und der König lacht sich kaputt. Ich bin gerührt und erleichtert - wie einfach sind doch alle froh zu machen! Wie viele Lichtjahre ist es her, seitdem ich sagte, ich sei gerührt? Es ist Viertel vor fünf, nur eine halbe Stunde später, und die erste Krise ist da. Leon sitzt auf Berrys Bett und ist unglücklich. Seine Eltern haben sich vorhin gestritten, und Leon will zur Oma. Sofort! Nele will bei allen Spielen immer als Erste dran sein. Und wenn nicht, ist das sowieso ein oberblöder Kindergeburtstag. Mein Retter in der Not: Supermanfred. Er tröstet Leon, nimmt sich Nele zur Brust, und wie auch immer er es geschafft hat: Irgendwann sind beide glücklich und zufrieden. Als meine Freundin Andrea kurz davor war, alle Kinder vor die Tür zu setzen, verhinderte ihre Mutter das Schlimmste: Mit zwei Arztköfferchen, Creme, Verbänden und Wattestäbchen teilte sie die Kinder in Ärzte und Patienten ein - und Ruhe war! Erstaunlich: Wie viel Chaos zwischendurch auch herrschen mag, der Zauber eines Kindergeburtstags funktioniert immer. Das Geburtstagskind erinnert sich nur an die wunderbaren Seiten des Festes.