Diese Eigenschaft macht Kinder erfolgreich

Welche Eigenschaft ist ausschlaggebend, ob ein Kind später ein erfolgreiches Leben führt oder nicht? Intelligenz, Glück, Geld ist es nicht – im Gegenteil! Wir haben das Phänomen des Erfolgs unter die Lupe genommen und geben Tipps, wie Sie Ihr Kind darin fördern können, ein erfolgreicher „Macher“ zu werden.


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Erfolg ist nicht angeboren


Ob wir erfolgreich sind oder nicht, liegt nicht in den Händen des Schicksals, sondern das verdanken wir vor allem einem besonderen Faktor: dem Biss. Die Fähigkeit, sich trotz widriger Umstände in eine Sache zu „verbeißen“, dran zu bleiben und nach vorne zu preschen, haben richtig erfolgreiche Menschen gemeinsam. Nicht eine besondere Intelligenz, Glück, finanzielle Förderung oder die berühmte Elite-Universität garantieren Erfolg, sondern Ausdauer und Durchhaltevermögen.

KInd auf Skateboard


© iStock
Die wirklich großen Macher waren in ihrer Kindheit und Jugend meist alles andere als Gewinner: Regisseur Quentin Tarantino schmiss mit 15 Jahren die Schule, genauso wie David Karp, der später die Fotoplattform tumblr erfand. Ihre Erfolge haben diese Menschen ihrem Biss zu verdanken, der sie trotz oder gerade wegen den Niederlagen, Rückschlägen und Enttäuschungen zu Größerem anspornte.
Kinder fördern: Fit für die Schule oder für das Leben?
So hören viele Eltern über ihren Sprössling, er oder sie sei zwar sehr intelligent und könnte sehr viel besser in der Schule sein, aber wolle sich leider nicht anstrengen. „Underarchiever“ ist der Fachbegriff dafür, wenn Kinder entgegen ihres Leistungspotenzials schlechter abschneiden als ihr IQ vermuten ließe – der Beweis, dass die angeborene Intelligenz, die körperlichen Voraussetzungen usw. Erfolg zwar begünstigen können, doch Ausdauer und eigener Ehrgeiz ein Kind sehr viel weiter bringen. Daher sind es eben meist die, die nicht als Gewinner geboren werden, die den Willen – den Biss – entwickeln, ihr Ding durchzuziehen. Diese Menschen mussten von klein an für ihre Erfolge kämpfen. Was diese Kinder von anderen unterscheidet, ist die Fähigkeit, sich durch Rückschläge nicht entmutigen zu lassen, sondern durch Mut, Ausdauer und Durchhaltevermögen ans Ziel zu gelangen – auch, wenn das lange lange dauert. Der Erfolg ist dann jedoch umso größer.
So können Sie Ihr Kind fördern, sein Leben mit Biss anzupacken
Die Moral von der Geschichte lautet: Kein Talent ist in Stein gemeißelt und jeder ist seines Glückes Schmied, wie man so schön sagt. Für Eltern gilt, dies ihren Kindern zu vermitteln, denn durch Anstrengung lässt sich alles und noch mehr erreichen. Motivieren Sie Ihr Kind! Vermitteln Sie ihm, dass einmal scheitern, zweimal oder auch zehnmal scheitern nicht bedeutet, dass es für immer versagen wird. Im Gegenteil, wer es weiterversucht, dem wird es irgendwann gelingen – möglicherweise sogar besser als dem Kind, dem alles zuzufliegen scheint.

Doch sich nicht entmutigen zu lassen ist extrem schwer, auch für uns Erwachsene. Hier gilt, wer von Anfang an gelernt hat, schwierige Situationen zu meistern und zu überwinden und vor allem: es weiter zu versuchen, dem gelingt das auch als Erwachsener besser. Älteren Kindern kann es auch helfen zu verstehen, wie das Gehirn funktioniert. Durch Übung verändern sich Neuronen im Gehirn und machen irgendwann möglich, was davor unmöglich schien.

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Praktisch können Sie Ihr Kind immer wieder motivieren, es nochmal zu versuchen, denn irgendwann wird es klappen. Vermitteln Sie Ihrem Kind, dass ein Scheitern zum Beispiel in Form einer schlechten Note kein Lebensurteil ist, sondern überlegen Sie gemeinsam, wie es das nächste Mal besser werden kann. Vermeiden Sie, Ihr Kind in Schubladen zu stecken, denn die gibt es nicht. „Mathe ist halt nicht so deins!“ würde jegliche Chance auf Erfolg in Mathe für ihr Kind verneinen. Sinnvoll ist die Einstellung, dass jede Situation veränderbar ist. Zeigen Sie Ihrem Kind, dass nicht Perfektion das Ziel ist, sondern was man aus der Situation macht und wie man sie weiterentwickelt.

Sie sind das größte Idol für Ihr Kind, daher hat es großen Einfluss, was Sie Ihrem Kleinen vorleben. Auch als Eltern muss man sich oft bewusst machen – keiner ist perfekt. Insofern sind Sie das „perfekt unperfekte“ Vorbild für Ihr Kind, denn auch Sie meistern tagtäglich die Herausforderungen des Familienalltags, wo einiges nicht wie geplant läuft. Erklären Sie Ihrem Kind, warum Sie sich gerade traurig fühlen oder warum Sie enttäuscht sind, denn eingestandene Fehler machen nun mal traurig oder ärgerlich. Ermutigen Sie Ihr Kind, seine Emotionen über das verlorene Fußballspiel zu benennen, denn auch Enttäuschung durch Scheitern gehört dazu.

Denn wie gesagt, die wahren Gewinner fallen zuerst auf die Nase, stehen wieder auf, fallen wieder, rappeln sich auf und erreichen am Ende Großes.

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Sophia Gesierich

von Sophia Gesierich




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