Der Elternabend

Der Elternabend ist in Kita und Schule ein wichtiges Forum zur Information und Diskussion. Hier erfahren Sie, wie Sie sich optimal einbringen und Probleme ansprechen.


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Mal ehrlich: Haben Sie beim Gedanken an einen bevorstehenden Elternabend auch schon mal die Augen verdreht? Weil Sie nach einem langen Tag ganz schön müde waren und eine etwas langatmige Veranstaltung befürchteten? Zugegeben: Es fällt nicht immer leicht, sich am Feierabend noch mal aufzuraffen. Zum Glück sind Elternabende aber oft gar nicht langweilig, sondern gut strukturiert, informativ und lebendig. Und schon deshalb, weil der Elternabend eine prima Möglichkeit ist, Kontakte zu Lehrern und anderen Eltern zu knüpfen und lebendig zu halten, sollte man ihn keinesfalls versäumen.


Lehrerin vor Tafel im Gespräch mit Vater bei Elternabend


Der erste Elternabend in der Kita


Ihren ersten Elternabend erleben die meisten Eltern in der Kita. Wie er genau abläuft, hängt von Träger, Leitung und der Größe der Einrichtung ab. Immer aber sollte es zu Beginn des Kindergartenjahres einen Elternabend geben, bei dem den neuen Eltern das pädagogische Konzept und der typische Tages- und Wochenablauf vorgestellt werden. „Solche Gespräche sind immer auch vertrauensbildende Maßnahmen, bei denen die Eltern die Erzieher besser kennenlernen“, erklärt Sonja Hees, Leiterin der integrativen Kita „Villa Kunterbunt“ in Andernach.

Außerdem gibt es immer viel Organisatorisches zu klären: Welche Kleider sollten in der Kita deponiert werden? Wann wird geturnt? Was soll in die Vesperbox? Außerdem steht die Wahl eines Elternvertreters an, der künftig für Eltern und Erzieher als Ansprechpartner und Vermittler fungiert – nicht nur, aber auch dann, wenn es mal schwer vereinbare Standpunkte gibt. Wer sich wählen lässt, sollte vorher überlegen, ob so ein Amt auch zu ihm passt und ob er die Zeit dazu findet.
Der Elternabend in der Grundschule
Der erste Elternabend in der Grundschule findet oft schon Monate vor Schulbeginn statt – meist für alle Erstklässler-Eltern einer Schule. Auch bei diesem Elternabend geht es viel um Organisatorisches, z.B. um all die Dinge von Knetmasse bis Turnbeutel, die für den Unterricht benötigt werden. Und auch hier ist Hingehen immer besser als später einen Info-Zettel abzuholen: Der erste Kontakt mit Lehrern und anderen Eltern hilft dabei, möglichst früh im Umfeld Grundschule heimisch zu werden und dadurch auch dem eigenen Kind den Start zu erleichtern.

Der erste Klassen-Elternabend sollte rund drei Wochen nach Schuljahresbeginn stattfinden, sagt Grundschullehrerin und Fachautorin Alexandra von Plüskow. Auch hier werden jetzt Elternvertreter gewählt. Im Zentrum des Elternabends steht die Vorstellung der Inhalte, die auf die Kinder zukommen. „Viele Eltern wissen zum Beispiel gar nicht, dass das Lesen- und Schreibenlernen nicht nach der ersten Klasse abgeschlossen ist, sondern komplette zwei Jahre läuft“, so Plüskow.

Weiterer Schwerpunkt sei die Vorstellung der Lehrmethoden – nicht selten sogar als praktische Vorführung: „Um zu erklären, wie das Stationenlernen funktioniert, kann man es die Eltern am Elternabend einfach ausprobieren lassen.“ Auch die Hausaufgaben sind ein gutes Thema für den ersten Elternabend: Damit Erstklässler sie ohne Schreibkenntnisse notieren können, wird oft zu Symbolen gegriffen – die sollten auch die Eltern kennen.






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