Kinder und Gefühlsschwankungen: Warum Kinder in einem Moment weinen und im nächsten wieder um die Wette strahlen und wie man als Eltern richtig reagiert.

Gefühlsschwankungen bei Kindern: Eine typische Situation
Strahlend, mit den Gästen plaudernd, lachend, blumig von ihrer Puppensammlung, ihrer Klassenlehrerin und den kommenden Sommerferien berichtend -
so stand die sechsjährige Jana im Raum und war für einige Momente der Mittelpunkt der Party. Was war passiert?
Ich rieb mir verwundert die Augen, denn keine fünf Minuten zuvor hatte Jana an gleicher Stelle im Wohnzimmer gestanden und alles zusammengeplärrt. Um sie herum befanden sich ihre Mutter und etwa 20 Gäste, Mama hatte nämlich Geburtstag und groß eingeladen. Alle standen da mit ihrem Sekt und schauten an die Decke oder zu Boden, es war peinlich, jedenfalls mir. Ich selbst hatte noch keine Kinder und konnte mir gerade angesichts dieses Dramas auch nur schwer vorstellen, bald welche zu wollen
Keiner wusste, worum es eigentlich ging. Dafür spürte ich sehr genau, dass ich die Kleine am liebsten gefragt hätte, was ihr einfiele, hier unter erwachsenen Menschen einen solchen Aufstand zu proben für nichts und wieder nichts. Janas Mutter aber reagierte ganz und gar anders: Sie fragte ihr Kind drei- oder viermal sachlich- beruhigend, was denn los sei. Dann nahm sie ihr zunächst weiterbrüllendes, dann immer mehr schluchzendes Mädchen in den Arm und begleitete es in sein Zimmer. Wir Partygäste blieben ratlos zurück. Und dann, wenig später, die oben beschriebene Verwandlung.

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