Hochbegabte Kinder sind gar nicht so selten - wie Eltern erkennen, dass ihre Kinder hochbegabt sind und sie entsprechend fördern

Hochbegabte Kinder: Ein Beispiel
Als Marko Thiel 2006 mit 15 Jahren die Reifeprüfung ablegte, war er Deutschlands jüngster Abiturient. Von seinen Eltern seit frühen Kindertagen optimal gefördert, übersprang das hochbegabte Kind vier Klassen. Zurzeit bereitet sich Marko an der Gordonstoun School im schottischen Elgin auf sein Mathematik- und Physikstudium an der Eliteuniversität Cambridge vor. „Im September gehts los“, sagt die Mutter des hochbgabten Jungen Mutter stolz.
Ein Ausnahmefall, klar. Denn zum einen gibt es nicht viele derart hochbegabte Kinder, zum anderen erfahren die wenigen nur selten eine so lückenlose Förderung wie Marko Thiel. Die meisten Eltern von hochbegabten Kindern machen zunächst eher harmlose Beobachtungen: Da kann der Sprössling bereits vorm dritten Geburtstag Buchstaben und Zahlen benennen, lernt im Nu Melodien auswendig oder beweist enormes Geschick im Zerlegen von Haushaltsgegenständen. In der Grundschule fällt er dann auf, weil er schwierige Aufgaben im Handumdrehen löst, bei Routinearbeiten aber patzt.
Noch schwerer fällt die realistische Einschätzung vorhandener Talente, wenn hochbegabte, aber unterforderte Kinder negativ auffallen, indem sie z.B. den Unterricht stören, Leistungen nicht erbringen - oder sich als „Under-achiever“ (Minderleister) sogar zu Schulversagern entwickeln.

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