Kommt es in der Kommunikation in der Erziehung mit unseren Kindern also in erster Linie auf die schiere Menge an Gesprochenem an? Natürlich nicht - wie jeder Pädagoge bestätigt, ist es ebenso wichtig, wie wir mit unseren Kindern reden. Oft ein leidiges Thema: Denn wer die Erfahrung macht, dass seine Botschaften kaum ankommen („Jetzt habe ich dir schon dreimal gesagt, du sollst deine Jacke aufheben, aber sie liegt immer noch auf dem Boden“), kommt schon mal auf den Gedanken, sein Kind könnte einen Hörfehler haben.
Dabei könnte die Kommunikation zwischen Erwachsenen und Kindern so viel einfacher sein, lehren uns Kommunikationsexperten. Im Klartext: Die Eltern müssen neben der Botschaft auch auf die Form achten. Wichtig ist, dem Kind in die Augen zu schauen, wenn wir ihm eine Frage stellen oder es um etwas bitten - und es nicht etwa von hinten anzusprechen, denn da kommt die Botschaft selten an. Wir müssen uns seiner Aufmerksamkeit sicher sein und dann deutlich sagen, was wir meinen und erwarten - und es dazu ermutigen.
Beispiel: „Setz dich bitte an deinen Schreibtisch, schau in dein Hausaufgabenheft und fang mit Mathematik an.“ Das kommt besser an als ein nörgelndes „Hast du immer noch nicht mit den Hausaufgaben angefangen?“

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