Wie können Eltern diese Entwicklung fördern? Eigentlich ganz einfach: Vor
allem durch eine lebendige, ausführliche Unterhaltung, in der man sich fürs Reden und Zuhören ausreichend Zeit lässt: „Immer wenn wir sprechen, trainieren wir die Verarbeitung von Sprache. Kinder, mit denen viel gesprochen wird, verarbeiten Dinge effizienter als Kinder, die weniger regelmäßig mit Sprache konfrontiert werden“, erklärt Sebastian Jentschke.
Der Umkehrschluss lautet: Wer sich mit Sprache schwertut, hat nicht nur im Schulunterricht eher Schwierigkeiten, sondern auch mit dem eigenen Gedächtnis. Denn das Abspeichern von Wissen ist eben auf Worte, Sätze und ihre Bedeutungen angewiesen. Weil beim Reden sehr viele Regionen und Prozesse im Hirn aktiv sind, gilt daher: Viel zu reden, ist eine Art Hirnjogging. Oder noch einfacher ausgedrückt: Reichlich Sprache macht Kinder schlau.
Gut, dass wir von Natur aus kommunikative Wesen sind: Eltern reden seit Jahrhunderten intensiv mit ihren kleinen Kindern und machen ganz intuitiv alles richtig, was die Hirnforschung heute aufgrund entsprechender Studien für gut befindet.

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