
Mit Kindern zusammen einkaufen, macht die Tour durch den Supermarkt zur Herausforderung. Mit unseren Tipps klappt’s ohne Stress.
Einkaufen kann jeder. Wir ziehen durch die Regale unserer reichen Warenwelt, füllen den Wagen, zahlen und gehen. Nie war es einfacher, Vorräte anzulegen und den Tisch zu decken. Allerdings nur so lange, bis im Einkaufswagen eine Babyschale liegt und wir inständig hoffen, dass es nicht ausgerechnet jetzt aufwachen und Alarm schlagen möge. Spätestens, wenn der Winzling erstmals auf eigenen Beinen in den langen Regalfluchten verschwindet, hat sich das lockere Einkaufen ins Gegenteil umgekehrt: Kommen nicht aus genau der Richtung, in die er gerade verschwunden ist, verdächtige Bruch- und Klirrgeräusche?
Einkaufen gestaltet sich heute anders als früher
Einkaufen mit Kind ist eine Herausforderung. Enge Supermarktgänge und Stufen verwandeln sie in einen Schikanen-Parcours. Schwere Türen zum Selberöffnen werden zum Problem. Und elektronisch gesteuerte schließen sich genau dann, wenn wir gerade mit dem Kinderwagen anrücken. Neben diesen handfesten Barrieren sind in vielen Märkten allerlei psychologische Fallstricke ausgelegt: Quengelware aus Eis und Schokolade, die Kleinkinder magnetisch anzieht. Damit nicht genug, lauern zwischen klemmenden Drehkreuzen und engen Kassen-Gassen ältere Damen mit guten Erziehungstipps. Was tun? Kommen wir den lästigen Übeln, die einkaufen parat hält, zuvor und passen wir uns den neuen Verhältnissen an: Shoppen mit Baby, na und?!
Schon bald stellt sich die Routine beim Einkaufen ein
Am wichtigsten aber ist Gelassenheit. Dem Anfänger beim Einkaufen mit Baby ergeht es wie dem Fahranfänger; alle scheinen ihn anzustarren und auf ein falsches Abbiegen oder einen Unfall mit dem Gegenverkehr zu warten. Da gilt die Eltern-Universal-Regel: Cool bleiben ist immer am besten. Schon nach kurzer Zeit Einkaufen mit Baby schwindet die Angst vor Peinlichkeiten – und wir werden uns wieder bewusst, dass wir die Kunden sind.
Gute Kunden dürfen erhobenen Hauptes einkaufen
Eltern sind sogar sehr gute Kunden, und damit die Königinnen und Könige beim Einkaufen – kein Grund also, geduckt durch die Gänge zu schleichen. Gut, wenn sich unsere Gelassenheit aufs Kind überträgt. Zum Beispiel Max: Der Anderthalbjährige zeigt zuweilen schon leicht herrschaftliche Allüren. Mit erhabenem Blick lässt er sich von seiner Mama Stephanie im Einkaufswagen durch den Supermarkt chauffieren. Ihr Trick: gewähren lassen. „Hin und wieder dreht sich Max nach hinten, greift sich irgendwas und beißt hinein“, sagt Stephanie, „so oft, bis ihm etwas schmeckt.“ Währenddessen steuert seine Mama den Wagen durch die Regalreihen und füllt den Wagen. Beide bleiben cool, haben Spaß, und entsprechend entspannt nimmt Prinz Max anschließend im Autositz Platz, während Mama alles in Ruhe einlädt.
Kinder können den Assistenten beim Einkaufen spielen
Wenn Kinder schon etwas größer sind als Max und das Transportieren von Gegenständen gut beherrschen, können wir sie zu unserem persönlichen Assistenten beim Einkaufen befördern. Das wirkt Wunder, denn auf einmal gibt es etwas Sinnvolles zu tun, was nur „große Kinder“ dürfen! Natürlich sollten wir klarmachen, dass wir im Markt sind, um uns auf das Einkaufen ganz bestimmter Dinge konzentrieren zu können – und nicht alle möglichen. Allerdings müssen wir durch die Kassenzone durch – und dies ist der Ort, an dem auch kleine Assistenten nicht immer ihren Willen durchsetzen können. Eltern, die stark bleiben und nicht gleich Süßes versprechen, bringen ihrem Kind nebenbei noch etwas fürs Leben bei: Wir können nicht immer alles haben. Aber wir können gemeinsam recht souverän einkaufen – und du kannst mir dabei helfen. Ganz besonnen und stressfrei.

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