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KINDER UND TOD

Mit Kindern über den Tod sprechen

Kinder und der Tod
Es ist normal, dass Kinder nach dem Tod und dem Sterben fragen.

Schon kleine Kinder stellen Fragen nach dem Sterben und dem Tod. Warum Eltern nicht versuchen sollten, dieses Thema zu verdrängen, sondern mit Ihren Kindern über den Tod sprechen sollten.

Für Kinder ist der Tod nicht das Ende

Je älter Kinder werden, desto häufiger kommen Fragen zum Tod – und zwar unabhängig davon, ob gerade ein Todesfall in der unmittelbaren Umgebung zu beklagen ist oder nicht.

Tod, das bedeutet für Kinder bis etwa zum Beginn der Grundschulzeit nicht das absolute Ende – und sie fragen danach zunächst ohne Angst. Doch nicht selten blicken sie dann in unsicher wirkende Erwachsenengesichter und bekommen angstbesetzte Antworten.

Fragen nach Tod und Trauer, nach Gott und Himmel, sind für Kinder normal. Erwachsene sind mit den Antworten deshalb häufig überfordert, weil diese Themen an Verdrängtes rühren. Je mehr aber der Tod aus dem Alltag von Erwachsenen ausgeblendet wird, umso mehr empfinden Kinder, dass sie von ihren Bezugspersonen im Umgang mit bedrückenden Erlebnissen alleingelassen werden. Sie fühlen sich dann halt- und orientierungslos. Darüber hinaus sind die Fragen der Kinder nach dem Tod nicht nur Fragen nach dem Ende. In ihren Fragen sind zugleich Wünsche enthalten – Wünsche nach Auskunft über zentrale Sinnfragen des Lebens.

Der Tod als Symbol ist schon früh Bestandteil kindlicher Entwicklung. Diese wiederum ist ohne Autonomie nicht denkbar, und Eigenständigkeit ist ohne den Abschied von vertrauten Situationen und Personen nicht vorstellbar. Sich zu lösen aus der symbiotischen Einheit mit der Mutter, aus der Geborgenheit der Familie, der Vertrautheit des Freundeskreises, gehört zu den existenziellen Erfahrungen von Kindern.

Tod hat mit Trennung und mit Abschiednehmen zu tun. In Trennung und Abschied sind Momente der Endgültigkeit enthalten. Die Entwicklung des Kindes hin zu Selbstbewusstsein und Selbstwerdung, zum Gefühl „Ich kann das allein“ und zu Grenzerfahrungen wie „Ich brauche meine Eltern nicht mehr“, ist eng verbunden mit Abschied und Trennung.


Fragen der Kinder nach dem Tod sind normal

Fragen nach dem Tod sind altersbedingt – unabhängig von aktuellen Ereignissen wie z.B. einem Todesfall in der Familie oder der Verwandtschaft. Das Kind wird größer, es bildet ein Körpergefühl aus und wird sich zunehmend seiner körperlichen Macht und Kraft bewusst. Zugleich wirkt es gegenüber Erwachsenen noch klein und verwundbar. Diese Spannung bedeutet für das Kind zwar Unsicherheit, fördert aber auch seinen Wissensdurst.

Fragen nach dem Tod sind die Folge einer normalen emotionalen wie kognitiven Entwicklung und deshalb ein Zeichen für Reife. Das Interessenspektrum des Kindes weitet sich aus – und damit reichen das bisherige Wissen, die bisher gestellten Fragen nicht mehr aus. Das Kind spürt: Veränderte Situationen erfordern andere Fragen, einen veränderten Zugriff auf die Realität. Das Kind will neue, gleichwohl feste und verlässliche Sicherheiten. Die Kinderfragen stehen für Sinnsuche – und sie beinhalten zugleich den Wunsch nach Halt und Bindung. Nur auf dieser Basis sind Kinder aufgeschlossen für neue, bisher ungewohnte Erfahrungen.

Kinder bekommen schon früh gesellschaftliche, soziale und ökonomische Probleme und Krisen mit. Die multimediale Darstellung und Inszenierung von Katastrophen bedeutet für das Kind, dass es auf eine abstrakte, wenig greifbare Weise mit Situationen konfrontiert wird, die Vernichtungs-, vor allem aber Trennungsängste zurücklassen.

„Das kann uns nicht passieren!“, „Du brauchst keine Angst davor zu haben“,„Nun stell dich nicht so an!“: Antworten wie diese helfen wenig und signalisieren dem Kind lediglich elterliche Hilflosigkeit. Es fühlt sich allein gelassen. Weil Kinder bis zum achten Lebensjahr Katastrophen und Unglücke als Vernichtungs- und Trennungsängste erleben, ist neben einer möglichst ehrlichen Antwort der persönliche Halt wichtig: „Es kann passieren! Aber wenn es passiert, bin ich bei dir!“

Kinder und der Tod

Wenn Kinder Fragen zum Tod stellen, klar und wahrhaftig antworten

Generell gilt: Das Thema Tod sollten Eltern und Pädagogen erst dann aufgreifen, wenn Kinder danach fragen. Würden sie von außen an das Kind herangetragen, hätte das in der Regel eine gefühlsmäßige Überforderung zur Folge. Wenn Fragen gestellt werden, sollten Erwachsene genau zuhören und auf das achten, was das Kind wissen will. Fühlt man sich unsicher, sind einfache Rückfragen angezeigt.

„Wenn Oma jetzt im Himmel ist, wie sieht es dort wohl aus?“, will Johannes,
sechs Jahre, wissen. „Was glaubst du, wie es dort aussieht?“, antwortet seine Mutter. Johannes überlegt kurz und spricht dann von seinen Fantasien.

Rückfragen knüpfen an die Vorstellungen der Kinder an. Sie machen die Erfahrung: „Meine Frage wird ernstgenommen. Ich bin nicht hilflos oder zu klein für diese Fragen!“ Eltern sollten deshalb bedenken: Das Kind im Hier und Jetzt anzunehmen bedeutet darauf zu vertrauen, dass das Kind wieder zu den Eltern kommen wird, wenn es weitere Fragen zum Thema hat.

So kann die elterliche Antwort auf eine Frage des Kindes mit dem Satz schließen: „Falls du mehr wissen willst, kannst du jederzeit kommen.“ Klare und
wahrhaftige Auskünfte sind notwendig.


Doch genauso bedeutsam ist die emotionale und körperliche Nähe, in der diese Gespräche stattfinden. Kinder brauchen verlässlichen Halt, dann können sie mit den Antworten von Eltern und anderen Erwachsenen umgehen.

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ednileda 23.05.12 - 21:36 Uhr
Klomottengeld wer hat ...Danke für den guten Tip, so...
Lina321 23.05.12 - 15:46 Uhr
Putzen in der GrundschuleHallo, auf einem Elternaben...
Familie-Forum-3.jpg
Leo Redakteu... 23.05.12 - 14:57 Uhr
Müssen Kinder so viel ...Die Rosi ist im Schwimmvere...
Klärchen 23.05.12 - 09:33 Uhr
Wunschkaiserschnitt Hi, also zum Thema "Wunsch...
Luna1990 21.04.12 - 20:59 Uhr
Schnwager oder nicht? ...Hallo Leute. Ich mache mir ...
jazzman 15.03.11 - 00:35 Uhr
Es will einfach nicht ...Mein verlobter und ich vers...
wolle 25.12.10 - 21:08 Uhr
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Redaktion_Fa... 04.02.11 - 10:32 Uhr
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Redaktion_Fa... 04.02.11 - 10:32 Uhr
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wolle 25.12.10 - 21:08 Uhr
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jazzman 15.03.11 - 00:35 Uhr
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Anonym 15.07.11 - 19:06 Uhr
4. Kind mit 40?Hallo, wir haben 3 Kinder: ...

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