Bei Geschwistern gehört Streit zum Alltag. Ein Geschwisterstreit ist nicht weiter schlimm, wenn alle fair bleiben.

Einer der häufigsten Gründe für Geschwisterstreit ist der Zank ums Spielzeug. Der Grund: Gerecht teilen können Kinder frühestens mit etwa sieben Jahren. Erst dann können sie verstehen, dass man auch mal verzichten muss und dafür später einen Ausgleich bekommt. Das können Eltern tun: Jedes Kind braucht Spielzeug, das nur ihm gehört und für andere tabu ist, gut sind Erkennungsaufkleber. Für gemeinsame Dinge gibt es eine Familienkiste – und sonst gilt: Darf heute der eine mit etwas spielen, ist morgen der andere dran.
Ein weiterer häufiger Grund für Geschwisterstreit ist der Konkurrenzgedanke. Viele Eltern versuchen, alle ihre Kinder gleich zu behandeln, um niemandem weh zu tun. Das geht allerdings schon deshalb schief, weil Kinder nunmal nicht gleich sind. Eltern sollten Ungleichheiten akzeptieren und jedes Kind altersangemessen behandeln. Das funktioniert am besten mit kleinen Absprachen: Natürlich bekommt der Ältere mehr Taschengeld, der Kleinere darf dafür aber zum Beispiel den nächsten Kinofilm aussuchen.
Eltern sollten im Alltag kein Kind bevorzugen. Auch Vergleiche der Geschwister untereinander heizen die Gemüter manchmal unnötig an. Und lassen Sie sich von ihren Kindern nicht ausspielen, machen Sie ihnen klar, dass Petzen unfair ist.


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